Hessische IHKs fassen Positionen der Wirtschaft für die Landespolitik zusammen

Politik muss zentrale Herausforderungen angehen

Am 8. Oktober 2023 wählt Hessen einen neuen Landtag. Im Vorfeld hatte die IHK ­Offenbach am Main zu einer Podiumsdiskussion mit Parteivertretern eingeladen.

V. l. n. r.: IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner mit den Vertretern der Parteien Tarek Al-Wazir, Bündnis 90/Die Grünen, Nadine Gersberg, SPD, Kim-Sarah Speer, CDU, Oliver Stirböck, FDP, und IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller.

Foto: IHK

„Wir stehen vor zahlreichen Herausforderungen, bei denen auch die Landespolitik gefordert ist. In der Gesellschaft insgesamt, genau wie seitens der Wirtschaft“, erklärte IHK-Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller und nannte zum Beispiel die Klimaneutralität 2045 und die damit verbundene Transformation der Wirtschaft bei Produktionsprozessen, Energienutzung und -gewinnung sowie in den Lieferketten. „Daneben macht sich der demografische Wandel in den Unternehmen deutlich bemerkbar. In zahlreichen Branchen fehlen Arbeitskräfte. Nicht zuletzt gelangt die Flächen- und Infrastrukturentwicklung in der Metropolregion Frankfurt seit Langem an ihre Grenzen“, fügte sie hinzu.

In drei kompakten Themenrunden, moderiert von IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner, skizzierten Nadine Gersberg, SPD, Kim-Sarah Speer, CDU, Oliver Stirböck, FDP, und Tarek Al-Wazir, Bündnis 90/Die Grünen, ihre jeweiligen Zukunftsvorstellungen und Maßnahmenvorschläge in den Politikfeldern Energie, Fachkräfte, Mobilität und Flächenentwicklung.

Die IHK-Präsidentin fasste zusammen „Wir brauchen eine handlungsfähige und mutige Landesregierung, die Lösungen erarbeitet und umsetzt. Uns ist die Rückkopplung in den konkreten Unternehmensalltag wichtig. So können wir auf zentrale Bedürfnisse hinweisen, die ein gutes Wirtschaften in Hessen ermöglichen. Wir wollen der Politik die Wirkung aufzeigen, welche die geplante oder bestehende Gesetzgebung auf die Wirtschaft hat. Mit dem Hessischen Industrie- und Handelskammertag wurde eine Institution etabliert, die Unternehmensinteressen auf Hessenebene in die politischen Prozesse einbringt und der Politik in Wirtschaftsfragen beratend zur Seite steht.“

Forderungen an die ­künftige ­Landesregierung

In zwei Positionspapieren haben der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) und die hessischen IHKs ihre Sichtweisen und Lösungsvorschläge detailliert zusammengefasst und Forderungen an die Politik formuliert. Die Positionen wurden am 9. März 2023 von der Vollversammlung der IHK Offenbach am Main beschlossen und sind auf ihrer IHK-Website veröffentlicht.

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