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Werben und verkaufen im Internet

Wer im Internet präsent und erfolgreich sein will, muss auf dem Laufenden bleiben.

Für kleine und mittelständische Unternehmer ist es nicht leicht, sich im Onlinehandel gegenüber den Internetriesen zu behaupten. / Foto: stock.adobe – ngad

Das BIEG Hessen – Beratungs- und Informationszentrum Elektronischer Geschäftsverkehr informiert und unterstützt Existenzgründer, kleine und mittlere Unternehmen in den Themen Onlinemarketing, Social Media und E-Commerce.

Markt für Digitalwerbung bleibt stark

Corona zum Trotz bleibt der deutsche Markt für Werbung auf Google, Instagram und Co. stark. Das ergab eine Studie von Resolution Media, die für das Netto-Marktvolumen im Jahr 2020 etwa zehn Milliarden Euro benennt. Das stellt eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr dar. Über vier Milliarden Euro davon fließen in die Taschen der Suchmaschinenanbieter, allen voran in den Großkonzern Google.

Gesponserten Anzeigen auf Marktplätzen wie Amazon wird ein Werbeumsatz von circa 700 Millionen Euro prognostiziert und der Markt für Adressable-TV und -Audio (selektive Ausstrahlung von digitaler Werbung im linearen Programm auf Fernseh- beziehungsweise Radiogeräten, die mit dem Internet verbunden sind) befindet sich mit 150 Millionen Euro Ausgaben stark im Wachstum. Damit bleibt die Digitalwerbung zwar weiterhin hinter dem Markt für klassische Kanäle zurück. TV, Print, Radio und Kino stellen mit zwölf Milliarden Euro einen Anteil von 55 Prozent am gesamten Werbegeschehen. Das geht allerdings in großen Teilen auf die erheblichen Kostenunterschiede von Online- und Offlinewerbung zurück. Im Hinblick auf die Anzahl von Kampagnen dürfte die Onlinewerbung weit vorne liegen.

Mit KI gegen Hasskommentare

Facebook arbeitet an einem System, das problematische Inhalte hinsichtlich Viralität, Art und Schweregrad von Regelverstößen bewertet. Das soll das Vorgehen gegen Hasskommentare, unerwünschte Nachrichten und anderen nicht zu duldenden Content erleichtern.
Der neue Algorithmus soll weltweit rund 15.000 menschlichen Facebook-Moderatoren eine priorisierte Liste vorlegen. Nach welchen Kriterien die künstliche Intelligenz (KI) bewertet, hat Facebook nicht bekannt gegeben. Beiträge mit Gefahrenpotenzial wie Androhungen von Straftaten sollen aber ganz oben erscheinen. Das System reiht sich in eine Serie von Schritten ein, um die Nutzung der Plattform sicherer zu gestalten.

Kartellrechtsverstöße bei Amazon

Schon eine ganze Weile steht Amazon in der EU auf dem Prüfstand. Inzwischen hat die zuständige Kommission ihre finalen Anklagepunkte veröffentlicht. Im Zentrum der Ermittlung stand die Doppelrolle von Amazon als Anbieter der Verkaufsplattform Amazon Marketplace und als Händler, der dort selbst in Erscheinung tritt.

Als Anbieter erhält Amazon besondere Einblicke in die Interna der unabhängigen Anbieter. Der Internetriese steht im Verdacht, diese Informationen zu missbrauchen, um eigene Angebote und Positionierungen zu optimieren. In einem weiteren Anklagepunkt wird Amazon die Bevorzugung von Händlern vorgeworfen, die den Amazon-Fulfillment-Service nutzen. Der Konzern hat die Vorwürfe in einer ersten Reaktion abgestritten. Sollte er den Rechtsstreit verlieren, drohen ihm Strafzahlungen in Milliardenhöhe.

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