Ergebnisse der IHK-Umfrage

Wer nutzt additive Fertigungstechnologien?

IHK Hessen innovativ hat kleine und mittelständische Unternehmen in ganz Hessen zur aktuellen Nutzung und den Bedarfen rund um additive Fertigung befragt.

Additive Verfahren setzen sich immer stärker durch. Das Know-how in den hessischen Unternehmen dazu muss wachsen. Foto: Patrick Daxenbichler – stock.adobe.com

Additive Fertigungstechnologien – auch als 3D-Druck bekannt – spielen eine immer größere Rolle in der Wirtschaft. Unternehmen nutzen sie, um Prototypen, Kleinserien und individualisierte Produkte in Losgröße eins zu fertigen. Zugleich werden 3D-Druck-Dienstleistungen für Kunden angeboten.

Im Auftrag der hessischen IHKs hat IHK Hessen innovativ hessenweit Unternehmer nach ihren Erfahrungen mit diesen Technologien gefragt. Es ging zum einen um den Kenntnisstand, zum anderen um Hindernisse für den Einsatz additiver Fertigungsverfahren. 102 Unternehmen haben sich an der Umfrage beteiligt.

Den meisten Firmen sind vor allem Anwendungsfelder mit Kunststoff bekannt. Es können aber viele weitere Werkstoffe – zum Beispiel Metall – durch additive Fertigungsverfahren verarbeitet werden. Im Vergleich zu konventionellen Verfahren wie Fräsen oder Spritzgießen bestehen kaum Einschränkungen bei der Formgebung. Selbst komplexe Komponenten für industrielle Anlagen sind mit integrierten technischen Funktionen druckbar.

Unterstützung gewünscht

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass sich drei von vier Unternehmen (76 Prozent) bereits mit dem Thema 3D-Druck beschäftigen. Immerhin 44 Prozent nutzen eigene 3D-Drucker. 40 Prozent planen die Anschaffung eines 3D-Druckers.

Auffallend war, dass sich 87,5 Prozent der Unternehmen selbst qualifiziert haben. Die wenigsten haben Schulungen besucht oder dafür ausgebildete Fachkräfte eingestellt. Gleichzeitig meldeten 52 Prozent der Unternehmen, dass sie fehlendes Know-how daran hindert, additive Fertigungstechnologien effektiver einzusetzen. So überrascht es nicht, dass viele Unternehmen sich mehr Unterstützung beim Aufbau von Wissen wünschen: in Form von Qualifikationen und Schulungsmöglichkeiten, sowohl in der dualen Ausbildung als auch in der Weiterbildung. Ebenso sind Kompetenzforen zum Austausch mit Experten und Anwendern sowie ein Anwendungszentrum zum Testen von neuen Möglichkeiten gefragt.

Aufgrund dieses Feedbacks der Unternehmer bietet IHK Hessen innovativ in diesem Jahr eine Veranstaltungsreihe zum Thema Additive Fertigung an. Neben der fachlichen Fortbildung wird dabei insbesondere der Austausch der Unternehmen im Mittelpunkt stehen.


IHK-Tagung Additive Fertigung

Termin: 25. Februar 2019, 8:30-15:00 Uhr
Ort: W3+ FAIR – Messe für Optik, Mechanik und Elektronik in der Rittal Arena Wetzlar
Teilnahme: 120 Euro zzgl. MwSt.

www.ihk-hessen-innovativ.de

Kontakt:

Dr. Sven Saage
Telefon (069) 8207-404
saage@offenbach.ihk.de