Nur noch praxistaugliche Gesetze und Regeln

Weniger Bürokratie für das Gastgewerbe

Der DIHK setzt sich für einen verbindlichen Praxis-Check von Gesetzen ein und fordert mehr Handlungsspielraum für Unternehmen.

Sich immer wieder ändernde Dokumentationspflichten, Abstands- und Hygieneregeln während der Corona-Pandemie sind sinnvoll und wichtig. Sie haben aber dieses Jahr die bürokratische Last für das Gastgewerbe noch zusätzlich erhöht.

Corona hat das Gastgewerbe besonders hart getroffen. Die Pandemie verschärft aber nur die Situation für die Unternehmen einer Branche, die laut einer Pilotstudie des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) schon unter gewöhnlichen Bedingungen bis zu 125 Vorschriften zu erfüllen hat. Hierzu zählen Datenschutzvorgaben, Kassenrichtlinien, Allergenkennzeichnung oder Hygieneüberwachung.

Die damit verbundenen Bürokratiekosten belaufen sich in einem typischen Unternehmen auf 2,5 Prozent des Umsatzes. Die Verpflichtungen verursachen also betriebsrelevante Kosten. Zudem gibt es Unklarheiten und Unsicherheiten, wie sie umgesetzt werden sollen. Häufig müssen Betriebe externe Berater einsetzen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Diese Ausgaben könnten durch verständlich formulierte Regelungen vermieden werden.

Der DIHK schlägt deshalb einen verbindlichen Praxis-Check für neue Gesetze vor. Aufwendige Dokumentationen sollten vereinfacht und Aufbewahrungsfristen verkürzt werden. Die umständlichen Meldezettel in Hotels und Gaststätten könnten ganz abgeschafft werden.

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