Wirtschaftliche Entwicklung steht jetzt im Fokus

Was wird aus Kaiserlei, Clariant-Areal und Hafen?

Knapp zwei Jahre nach Abschluss des Masterplanprozesses haben die Stadt und der Verein Offenbach offensiv Zwischenbilanz gezogen: Bei einer Dialogveranstaltung in der Hafenschule ging es um die Umsetzung der Schlüsselprojekte.

Jürgen Amberger, Leiter Wirtschaftsförderung (2. v.l.), und Matthias Seiler vom Stadtplanungsamt (2. v.r.) diskutieren mit Besuchern der Veranstaltung über die Entwicklung des Kaiserlei. Foto: Stefanie Kösling

Oberbürgermeister Horst Schneider erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass Offenbach eine dynamische Entwicklung erfährt, die große Chancen bietet. Frank Achenbach, Geschäftsführer des Vereins Offenbach Offensiv und gleichzeitig Geschäftsführer Standortpolitik der IHK Offenbach am Main, hob die positiven Effekte des Masterplans hervor: „Die Botschaft, dass der Masterplan der strategische Rahmen zur Entwicklung von Offenbach ist, ist angekommen.“

Sechs Referenten setzten zu Beginn des Abends Impulse zu den aktuellen Schwerpunktthemen der Stadtentwicklung. Unter anderem gab Prof. Dr. Elmar Schütz von der Aurelis Real Estate Service GmbH in Eschborn einen Einblick in den Projektfortschritt für das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs. Das sogenannte Quartier 4.0 ist ein Areal im Offenbacher Osten, in dem Wohnen und Arbeiten kombiniert werden sollen.

Lebendige Mitte

Im Anschluss diskutierten die Teilnehmer in Kleingruppen zu den vorgestellten Themen. Insbesondere die Entwicklung der Innenstadt stieß auf großes Interesse. Hier hatte Achenbach schon in seinem Impulsvortrag festgestellt: „Wir müssen unsere Kräfte auf die Innenstadt konzentrieren. Sie soll die lebendige Mitte in Offenbach bleiben und zum Bummeln, Einkaufen und Zeitverbringen einladen.“

Dr. Felix Schwenke, seit dem 21. Januar 2018 Oberbürgermeister, bekräftigte in seiner Zusammenfassung, dass Offenbach der Durchbruch auf dem Wohnungsmarkt gelungen sei. Er wolle sich im Folgenden insbesondere für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt einsetzen – zum Beispiel am Kaiserlei, auf dem Clariant-Areal oder am Hafen. „Das alles sind die notwendigen nächsten Schwerpunkte, die darüber entscheiden, in welcher Qualität man in Offenbach wird leben und arbeiten können“, sagt Schwenke.