Waches Handeln mit Herz und Verstand

Ist der Kunde für uns ein König? Will er das sein? Vor allem ist er ein Mensch wie wir. Mit ähnlichen Bedürfnissen und Wünschen. Wenn wir diese Wünsche erkennen, ernst nehmen und erfüllen, funktioniert unsere Beziehung zum Kunden. Dann punkten wir gegenüber Mitbewerbern – offline wie online.

Der Weg dahin ist weder steinig noch weit. Es geht um echtes Interesse und Aufmerksamkeit: richtig zuhören, sich in den Kunden hineinversetzen und mit ihm gemeinsam die beste Lösung finden. Darum geht es. Waren oder Dienstleistungen gegen Geld eintauschen, das funktioniert überall, oft auch im Internet. Aber es dreht sich eben nicht nur ums Kaufen und Verkaufen. Solides Fachwissen und ein persönlicher Rat sind wichtige Mehrwerte.

Die Digitalisierung – gelegentlich als bedrohlich wahrgenommen – müssen wir nicht fürchten. Richtig eingesetzt, unterstützt sie uns dabei, Kundenbeziehungen zu knüpfen und zu pflegen. Denn meist sind es eher langweilige, wiederkehrende Tätigkeiten, die sich automatisieren lassen. Die gewonnene Zeit können wir für spannendere Aufgaben nutzen: Für das Gespräch mit dem Kunden und die menschlichen Aspekte unserer Arbeit. Für gute Konzepte und eine interessante Ladengestaltung.

Denn schließlich spielt auch die Atmosphäre eine entscheidende Rolle. Der Kunde muss sich willkommen fühlen. Er will Vertrautes vorfinden, aber er will auch überrascht werden – an einem inspirierenden Ort, einem Treffpunkt, wo er sich austauschen kann und wo Einkaufen zum Erlebnis wird. In ein solches Geschäft wird der Kunde nicht nur gerne wiederkehren. Er wird es auch weiterempfehlen.

Der Kunde muss nicht König sein, denn er braucht keine Untertanen. Was er braucht, sind zuverlässige Partner, die ihn verstehen und gut beraten.

Ihre

Franziska Hoefer

Franziska Hoefer, Inhaberin der Apotheke zum Löwen in Offenbach. Foto: IHK