Stark trotz Corona

Unternehmen reagieren kreativ

Corona bietet auch Chancen. Das zeigen die Beispiele von Betrieben, die ihre Produkt- und Dienstleistungsangebote an die speziellen Bedürfnisse in der Krise angepasst haben.

Steht stabil und sieht gut aus. Foto: Harema

Schön sauber

Die Desinfektionssäule Desi Standart von Harema in Rodgau macht es leicht, strenge Hygieneregeln einzuhalten. Das stabile, aus Edelstahl gefertigte Gehäuse ist korrosions- und temperaturbeständig. So kann die Station sowohl in Innenräumen als auch im Außenbereich aufgestellt werden. Die freistehende Säule ist einfach zu montieren und zu transportieren. Eine integrierte Bodenplatte verleiht ihr sicheren Stand.

www.harema.de

Die Geschäftsleitung der Alfred Clouth Lackfabrik, Constantin Clouth (M.) und Alexander Eisenacher (r.) mit dem technischen Leiter Dr. Achim Völker (l.). Foto: Clouth

Desinfektionsmittel aus Waldhof

Immer wieder sind Desinfektionsmittel in der letzten Zeit knapp geworden. Die Alfred Clouth Lackfabrik hat sich deshalb dazu entschlossen, Handdesinfektionsmittel nach der Rezeptur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herzustellen. Einige der dazu benötigten Rohstoffe werden sonst zur Produktion von Holzlacken verwendet. Darum konnte Clouth schnell auf den Notstand reagieren. Das Desinfektionsmittel sei vor allem für die Kommunen in Stadt und Kreis Offenbach bestimmt und werde für Feuerwehr, Polizei, städtische Einrichtungen, öffentliche Verkehrsmittel und Stadtverwaltungen zur Verfügung gestellt, die dringend darauf angewiesen sind. „Wir stehen in Zeiten von Corona besonders in unserer Heimatregion Offenbach in einer gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung“, sagt Geschäftsführer Constantin Clouth. Die ersten Kanister seien zum Selbstkostenpreis an die Stadt Neu-Isenburg abgegeben worden.

www.clou.de

Schutzkleidung für Mediziner

CWS, Serviceanbieter im Mietgeschäft für Waschraumhygiene, Schmutzfangmatten, Berufs- und Schutzkleidung sowie Reinraum mit Standort in Dreieich, hat Arbeitskleidung gespendet. Wegen der erhöhten Hygieneanforderungen ist es bei Ärzten zu Engpässen an Arbeitskleidung gekommen. Über 3.000 Artikel gingen an die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH). Sie seien für den medizinischen Einsatz in Corona-Schwerpunktpraxen und hessenweiten COVID-Koordinierungscentern vorgesehen.

www.cws.com  

Ad invicem – Desinfektionsmittel für alle, die es benötigen, auch wenn sie es
nicht kaufen können. Foto: Wagner

Füreinander sorgen

Eine „Füreinander-Initiative“, an der sich unter anderem die Apotheke zum Löwen in Offenbach und die Druckerei Unterleider Medien GmbH aus Rödermark beteiligen, stellt kostenfrei das Desinfektionsmittel Ad invicem zur Verfügung. Ad invicem (lateinisch) bedeutet füreinander. 70 Liter des Mittels wurden über Spenden finanziert und in cirka 2.300 Flaschen zu je 30 ml abgefüllt. Apothekerin Franziska Hoefer erklärt: „Wir haben das Mittel an die Tafel Offenbach, Notunterkünfte in Offenbach, die Straßenambulanz und die Malteser abgegeben. Weitere Institutionen kommen hinzu beziehungsweise dürfen sich gerne melden.“ Industriedesigner Wolf Udo Wagner vom Frankfurter „Studio Wagner:Design“, Mitglied im Design-to-Business-Netzwerk der IHK Offenbach sowie im Innovationsnetzwerk Future Factory, hat die Initiative ins Leben gerufen. 

www.projektdrei.de

Gewappnet mit Visieren und Masken

Die Arno Arnold GmbH, Spezialist für die Entwicklung und Herstellung von Abdeckungen aus Obertshausen, fertigt aktuell auch transparente Vollgesichtsvisiere. 900 Stück davon hat das Unternehmen schon im Mai an das Sana-Klinikum in Offenbach, das Universitätsklinikum Essen und Alten- und Pflegeheime in Hessen und Rheinland-Pfalz gespendet. Für die Träger minimieren die Visiere das Risiko einer Krankheitsübertragung durch Tröpfcheninfektion und schützen die Augen- und Gesichtshautpartie vor Schmutzpartikeln und Spritzern.
www.arno-arnold.de

Die Vivoline GmbH aus Offenbach, fokussiert auf Erzeugnisse aus Kristall- und Nutzglas, hat Baumwollschutzmasken ins Angebot aufgenommen. Die zweilagigen Stoffartikel werden in der EU hergestellt, sind wasch- sowie wiederverwendbar und können kurzfristig geliefert werden.
www.vivoline.de

Der Textilmaschinenhersteller Karl Mayer in Obertshausen hat mit Partnern für Produktion und Prüfung in Rekordzeit eine Fertigung von Mund- und Nasenmasken in Deutschland für Deutschland auf den Weg gebracht. Eine Maschine von Karl Mayer produziert bis zu einer Viertelmillion Masken pro Monat. Für unterschiedliche Ansprüche gibt es zwei Modelle: Typ 1 wird kurzfristig produziert und ist für den Alltag geeignet. Die Masken liegen durch eine 3D-Form gut an. Typ 2 lässt sich dank einer Tasche mit einer auswechselbaren Vlieseinlage ausstatten. Dies erhöht die Filterleistung. Nach der Nutzung können die Masken gewaschen und wiederverwendet werden. Beide Typen sollen hinsichtlich der Filterwirkung nach einem medizinischen Standard zertifiziert werden.
www.karlmayer.com

LSG-Mitarbeiter liefern Lebensmittel an. Foto: LSG

Lebensmittel für Bedürftige

LSG Sky Chefs aus Neu-Isenburg berichtet, dass rund
15,5 Tonnen Lebensmittel an gemeinnützige Organisationen im Rhein-Main-Gebiet gespendet wurden. Die im Zuge der Coronakrise überschüssig gewordenen Waren des Experten im klassischen Catering und in Bewirtungskonzepten für Fluggesellschaften und Zugbetreiber gingen vor allem an die Initiative Essen für Alle (EFA) in Mörfelden-Walldorf sowie das Projekt Foodsharing e. V. in Frankfurt und Darmstadt.

www.lsgskychefs.com