Umweltbonus für E-Fahrzeuge

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Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe eines Umweltbonus den Absatz neuer Elektrofahrzeuge zu fördern. Mindestens 300.000 Fahrzeuge sollen den Bonus erhalten. Ziel der Maßnahme ist es, die Luftverschmutzung zu verringern und die Nachfrage zu steigern.

Der Umweltbonus wird je zur Hälfte von den Automobilherstellern und dem Bund getragen. Der Anteil des Bundes kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für den Erwerb eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs beantragt werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine. Um eine Förderung zu erhalten muss das Elektrofahrzeug auf den

Antragsteller zugelassen sein. Nicht antragsberechtigt sind der Bund, die Länder und deren Einrichtungen und Kommunen sowie Automobilhersteller, die sich an der Finanzierung des Umweltbonus beteiligen. Förderfähig ist der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeuges gemäß § 2 des Elektromobilitätsgesetzes.

Das Fahrzeugmodell muss sich auf der Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge befinden, die unter www.bafa.de/umweltbonus verfügbar ist.

Wie hoch ist die Förderung?

Der Umweltbonus beträgt 6.000 Euro für ein reines Batterieelektrofahrzeug/Brennstoffzellenfahrzeug (0 g CO2-Emission) und 4.500 Euro für einen Plug-In Hybrid (weniger als 50 g CO2-Emission pro km).

Die Förderung wird gewährt, wenn der Automobilhersteller dem Käufer mindestens den gleichen Anteil als Nachlass auf den Netto-Listenpreis des Basismodells („BAFA-Listenpreis“) gewährt. Der Netto-Listenpreis des Basismodells darf 60.000 Euro netto nicht überschreiten. Der Erwerb (Kauf oder Leasing) sowie die Erstzulassung müssen ab dem 18. Mai 2016 erfolgt sein.

Das Fahrzeug muss im Inland auf den Antragsteller zugelassen werden (Erstzulassung). Diese Zulassung muss mindestens sechs Monate bestehen.

Wie läuft das Verfahren ab?

Die Förderung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Spätestens neun Monate nach Zugang des Zuwendungsbescheides muss der Erwerb abgeschlossen und das Fahrzeug erstmals zugelassen sein.

1. Stufe (Antrag)

Mit dem elektronischen Antrag (Online-Portal) ist der Kauf- oder Leasingvertrag beziehungsweise die verbindliche Bestellung hochzuladen. Bei Leasing ist als Nachweis, dass der Automobilhersteller seinen Eigenanteil geleistet hat, zusätzlich zum Leasingvertrag eine Vergleichsrate ohne Umweltbonus einzureichen. Nach positiver Prüfung ergeht ein Zuwendungsbescheid.

2. Stufe (Verwendungsnachweis)

Im elektronischen Verwendungsnachweisverfahren ist die Rechnung (bei Kauf) und ein Nachweis für die Zulassung des Fahrzeugs (Zulassungsbescheinigung Teil I und II) hochzuladen. Nach positiver Prüfung erfolgt die Auszahlung des Bundesanteils am Umweltbonus auf das Konto des Antragstellers.

Weitere Informationen unter

www.bundesregierung.de