Technologische Vielfalt gefragt

Herausforderndes Projekt

Kegelmann Technik, Spezialist für additive Fertigung aus Rodgau, hat für das Technologieunternehmen Continental einen zukunftsweisenden Fahrsimulator realisiert.

Sieht futuristisch aus und macht erlebbar, wohin sich die Mobilität entwickelt. Foto: Kegelmann

Der Simulator zeigt, wie vernetzte Systeme, Lösungen und Services von Continental ganzheitlich das Nutzererlebnis zukünftig bestimmen und die Mobilität sicher, intelligent und stressfrei gestalten sollen.

Dr. Reiner Nett, Geschäftsführer der Kegelmann Technik GmbH, berichtet: „Wir hatten ein halbes Auto rund um die innovativen Lösungen von Continental zu bauen – und das innerhalb von nur fünf Monaten.“ Sein Team habe anhand des Projektes Qualität, Termintreue, umfassende Technologieexpertise und innovative Lösungen für komplexe Herausforderungen durch anspruchsvolle Kunden unter Beweis stellen können.

Bei der Umsetzung kamen unterschiedlichste Technologien einzeln oder in Kombination, nacheinander oder gleichzeitig zum Einsatz: Die (halbe) Karosserie musste höchsten technischen und ästhetischen Ansprüchen genügen. Sie wurde mit Laminaten aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) in einer CNC-gefrästen Negativform realisiert. Die spätere Freiformoberfläche erhielt dadurch eine hohe Genauigkeit und Glätte. Sie wurde durch Lackieren veredelt.

An den definierten Funktionsstiften und Verbindungspunkten und -flächen wurden komplexe Funktionsteile in das Laminat integriert. Das Stereolithografieverfahren (SLA) kam an den Felgenblenden zum Einsatz, da die Materialbeschaffenheit ein Finishing mit hoher Oberflächengüte erlaubt. Das tiefe Schwarz der Felgenblende kommt so besonders gut zur Geltung. Das Firmenlogo an der Felgenblende wurde nicht 3-D-gedruckt, sondern erodiert, um größere Kantenschärfe und ein markenprägendes Design zu gewährleisten.

Das Interieur und das Multifunktionslenkrad erhielten eine Lederkaschierung. Die angedeutete Windschutzscheibe wurde mittels Thermoforming hergestellt. Die nahtlose Einstiegsleiste aus Aluminium war aufgrund der Krümmung und ihrer Länge eine besondere Herausforderung für die Mitarbeiter an der Fräse, da die Bruchgefahr bei dem filigranen Bauteil sehr groß war.

Wie der Simulator die Präsentation erklärungsbedürftiger Innovationen auf Messen oder in Showrooms erleichtert, hat er im vergangenen Herbst auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt unter Beweis gestellt.

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