Reingeschaut bei Defend Yourself

Starke Mitarbeiter stärken Unternehmen

Katherina und Sebastian Büttner unterrichten im Selbstverteidigungssystem Krav Maga. Die Teilnehmer an ihren Trainingsangeboten schulen ihre Sinne, lernen sich vor Verletzungen zu schützen und gewinnen Selbstbewusstsein. Davon profitieren auch ihre Arbeitgeber.

Wer sich wehren kann, ist stark. Als ausgebildete Krav-Maga-Instruktoren schulen Katherina und Sebastian Büttner (Foto) Unternehmensmitarbeiter. Foto: Arens-Dürr/IHK

„Krav Maga ist Hebräisch. Auf Deutsch bedeutet das Kontaktkampf“, übersetzt Katherina Büttner. 2017 haben sie und ihr Mann sich als Krav-Maga-Trainer der Marke „Defend Yourself“ selbstständig gemacht.

„Krav Maga ist kein Kampf-sport mit fairen Regeln, an die sich alle halten. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit oft stärkeren Gegnern, die gewaltbereit und vielleicht sogar bewaffnet sind. Das Training zielt darauf, aufmerksamer zu sein und alle Chancen zu nutzen, um sich bestmöglich zu schützen“, erklärt sie. In Neu-Isenburg ist Jens Konrad ihr Partner. In seinem Trainingszentrum Crossfit Jabav in der Martin-Behaim-Straße üben sie mit ihren Kursteilnehmern die charakteristischen Selbstverteidigungstechniken ein.

Aufmerksam und abwehrbereit

„Unternehmen stärkt Krav Maga auf verschiedenen Ebenen“, ist die Gründerin überzeugt. „Zum einen erfährt der Mitarbeiter als Teilnehmer, wie er sich selbst mental und physisch auf alle erdenklichen Gegebenheiten vorbereiten kann. Leider gehören häusliche Gewalt, bedrohliche Begegnungen im öffentlichen Raum und Einbrüche in die eigene Wohnung zur Realität in Deutschland. Zunächst muss man potenziell gefährliche Situationen oder Personen richtig einschätzen können. Dann ist schnell eine geeignete Reaktion gefragt – sei es Rückzug oder Flucht, Notruf oder Selbstverteidigung. Im Training lernt man, sich mit Tritten und Schlägen zu verteidigen. Außerdem geht es darum, Angreifer mit Möbeln oder Alltagsgegenständen auf Distanz zu halten.“ Das funktioniere beispielsweise mit einem Besenstiel oder einer Tasche.

Sie ist sicher, dass schon ein anderthalbstündiger Workshop einen bleibenden Effekt hat: „Es ist wichtig, dass die Hemmschwelle herabgesetzt wird, sich aktiv zu wehren. Wer die Möglichkeiten kennt und ausprobiert hat, kann sie anwenden. Außerdem wird das Selbstbewusstsein gestärkt.“ Je mehr Krav-Maga-Routine vorhanden sei, desto besser würden allerdings das Wissen und die Bewegungsabläufe in Stresssituationen abgerufen.

Auf Teamebene geht es bei Krav Maga darum, füreinander einzustehen, sich gegenseitig zu schützen und das Gemeinschaftsgefühl zu verbessern. Die Kollegen erarbeiten zusammen Strategien. „Ein Teil des Teams kann die Rolle der Verteidiger übernehmen. Eine andere Gruppe die der Angreifer. So lassen sich Situationen simulieren und üben, die vielleicht nicht alltäglich sind, aber eintreten können“, erläutert die Trainerin.

Jeder kann lernen, sich zu schützen

Schließlich sei Krav Maga für das gesamte Unternehmen eine gute Investition in Gesundheit, Wohlbefinden und Sicherheit der Mitarbeiter. Das schätzen laut Katherina Büttner beispielsweise Defend-Yourself-Kunden aus der Airline- und PR-Branche. „Ob ein einmaliges Firmen-Event geplant ist oder ein regelmäßiges Training in der Mittagspause stattfinden soll – wir machen den Personalabteilungen passende Angebote“, versichert sie. „Man braucht wenig Zubehör, keine besondere Kleidung, und sogar im Freien oder in einem Konferenzraum lässt sich vieles vermitteln und ausprobieren.“ Der Workshop „Sicherer Arbeitsweg“ bereitet zum Beispiel auf unangenehme Begegnungen in Bus und Bahn sowie im dunklen Park- oder Treppenhaus vor. Andere Angebote richten sich speziell an Mitarbeiterinnen.

Für Gesundheit, Wohlbefinden und Sicherheit der Mitarbeiter.

Regelmäßig ausgeführt, verbessern die Übungen Kraft, Kondition und Konzentration. Größe, Geschlecht, Alter, die körperliche Unversehrtheit oder der Fitnessgrad der Teilnehmer seien nicht entscheidend. „Wir zeigen Techniken, die für jeden schnell erlernbar und gut umzusetzen sind. Auch Rollstuhlfahrer lernen, wie sie sich einem Angriff widersetzen und ihr Leben schützen können“, berichtet Büttner und ergänzt: „Derzeit ist unser jüngster Teilnehmer fünf Jahre alt, der älteste 70.“

www.defendyourself.de

Autor:

Birgit Arens-Dürr
Telefon (069) 8207-248
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