EVO schließt Pandemiejahr äußerst erfolgreich ab

Spitzenergebnis und spannende Projekte

2020 ist für die Energieversorgung Offenbach (EVO) trotz Corona hervorragend verlaufen. „Wir haben einen Jahresüberschuss von 20,9 Millionen Euro erreicht, was einer Steigerung um 51,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert von 13,8 Millionen Euro entspricht“, berichtet der EVO-Vorstandsvorsitzende Dr. Christoph Meier.

Das Geschäftsergebnis stimmt den EVO-Manager zuversichtlich: „Alle unsere wesentlichen Finanzkennzahlen machen deutlich, dass sich die EVO weiterhin auf einem guten Weg befindet.“ Neben dem Jahresüberschuss hat sich auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) positiv entwickelt: Diese Kennzahl beträgt 40,3 Millionen Euro; im Geschäftsjahr 2019 lag der Wert noch bei 30,7 Millionen Euro (plus 31,3 Prozent). Die Bilanzsumme der AG liegt mit 339,2 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahresniveau von 299,2 Millionen Euro. Das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres von 20,9 Millionen Euro gehe nur mit 17,8 Millionen Euro in die Ausschüttung an die Anteilseigner. 3,1 Millionen Euro würden als Gewinnvortrag im Unternehmen belassen. Im Geschäftsjahr 2020 belief sich das Investitionsvolumen auf 33,5 Millionen Euro.

Weg von der Kohle

„Wirtschaftlich stark und voller kreativer Ideen“, nennt Meier die EVO. Sie habe in Sachen Klimaschutz ihre Hausaufgaben gemacht und ihren Kohleeinsatz durch die Optimierung ihres Kraftwerksparks massiv gesenkt. Das Unternehmen habe in den vergangenen zehn Jahren den Anteil der erneuerbaren Energien an der Eigenstromerzeugung von null auf nahezu 50 Prozent gesteigert. Mittlerweile betreibt es mit Partnern fünf Windparks in Hessen und Rheinland-Pfalz.

In der Pandemie setzt die EVO auf ein strenges Hygienekonzept. Laut Meier hat Corona die gesamte Belegschaft stark in Anspruch genommen: „Wir sind in atemberaubender Geschwindigkeit zu einem digitalen Unternehmen geworden.“ Kommunikation und Kooperation hätten sich zu einem großen Teil in den virtuellen Raum verlagert. Er geht davon aus, dass mobile Arbeit nach der Corona-Pandemie Teil der EVO-Firmenkultur bleibt.

Technikvorstand Günther Weiß berichtete, dass alle Projekte des Jahres 2020 erfolgreich umgesetzt wurden. Der neue Windpark „Rosskopf“, der mit den Kreiswerken Main-Kinzig für 35 Millionen Euro konzipiert wurde, ging ans Netz. Die schrittweise Modernisierung des Müllheizkraftwerks mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Euro wurde abgeschlossen. Schließlich hat die EVO auf ihrem Stammsitz den Bau eines leistungsfähigen Rechenzentrums beendet.

Strom für eine boomende Region

Als eines der größten Projekte der nächsten Jahre bezeichnet Weiß den Ausbau des Hochspannungsnetzes in Stadt und Kreis Offenbach. Es sei das „Rückgrat der Stromversorgung“ in der wachsenden und sich entwickelnden Region. Daher werden Stromtrassen verstärkt, Umspannwerke ausgebaut und mit den vorgelagerten Netzbetreibern Voraussetzungen geschaffen. Insgesamt seien fünf große Bauprojekte vorgesehen. Bis Ende nächsten Jahres rechnet er mit Kosten von rund 35 Millionen Euro, über alle Ausbaustufen hinweg mit einem Investitionsvolumen von weit mehr als hundert Millionen Euro.

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