Privatinvestor sichert unabhängige Stromversorgung

Solarcontainer aus Hessen im Niger

Das Hainburger Start-up Africa Greentec hat seinen ersten Solarcontainer im Niger in der Region Tahoua erfolgreich in Betrieb genommen. Er sichert mit einer mobilen 41-Kilowatt-Peak (kWp)-Photovoltaikanlage und einem 60-Kilowattstunden-Batteriespeicher die Stromversorgung des Dorfes Amaloul Nomade, das nicht ans nationale Stromnetz angeschlossen ist.

Die Menschen in Amaloul Nomade nutzen den Strom für Radio, Fernsehen, Ventilatoren und elektrisch angetriebene Geräte in Betrieben. Zudem gibt es erstmals einen satellitengestützten Internetzugang. Foto: Africa Greentec

Mit dem Solarstrom können die Bewohner auch nach Einbruch der Dunkelheit arbeiten und lernen. Bau, Transport und Installation des 40-Fuß-Solarcontainers wurden durch Privatinvestoren und die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) ermöglicht.

Durch Niger, das Land mit dem geringsten Entwicklungsstatus weltweit, gehen 90 Prozent der afrikanischen Fluchtrouten. Neben Mali steht es daher im Fokus der Bemühungen der Bundesregierung, um die Ursachen der Flucht nach Europa einzudämmen.

Der Aufbau des Solarcontainers erfolgte im Rahmen des Projekts Klimapartnerschaften mit der Wirtschaft, das von der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH als Teil der IKI umgesetzt wird. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) fördert die Initiative.

„Wir können den Menschen vor Ort ein bisschen Komfort, Zugang zu Bildung und Wissen und eine Perspektive bieten – für all dies ist heute eine zuverlässige Versorgung mit Strom die Voraussetzung“, sagt Africa-Greentec-Gründer und Vorstand Torsten Schreiber.