Flexibles Arbeiten bewährt sich

Schub für die Digitalisierung

Nadine Hartmann ist Geschäftsführerin der Offenbacher Marken- und Designagentur Khdesign mit den Schwerpunkten Verpackung und Markenkommunikation. Sie berichtet, wie sie und ihr Team Corona erleben.

Nadine Hartmann und ihr Team von Khdesign sind noch gut ausgelastet, aber manche Kundenprojekte wurden verschoben. Foto: Khdesign

Corona – wie betrifft die Pandemie Ihr Unternehmen?

Glücklicherweise hat die Corona-Pandemie aktuell keine negativen Auswirkungen auf unser Geschäft. Wir haben viele Kunden mit Produkten im FMCG-Bereich (häufig gekaufte und verbrauchte Produkte). Diese Güter aus dem täglichen Bedarf, die zum Beispiel in Apotheken, Drogerien oder Lebensmittelläden erhältlich sind, werden aktuell weiter stark nachgefragt. Die Vertriebskanäle sind ja weiterhin geöffnet.

Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen?

Ein Teil unserer Belegschaft arbeitet nach wie vor in der Agentur und ein anderer Teil von zu Hause aus. Das dient dem Schutz unserer Mitarbeiter und stellt gleichzeitig den reibungslosen Arbeitsablauf sicher. So können wir für unsere Kunden am besten wie gewohnt weiterarbeiten. Es gibt keine Verzögerungen. Außerdem wird bei der Reinigung des Büros noch stärker auf die Hygiene geachtet.

Welche Rückmeldungen bekommen Sie von Ihren Kunden?

Die sind sehr froh, dass wir ihnen wie gewohnt zur Verfügung stehen und trotz der aktuellen Umstände alles so normal wie möglich weiterläuft.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit derzeit?

Natürlich sind auch viele unserer Kunden im Homeoffice und persönliche Treffen fallen leider aus. Neben den digitalen Tools, die wir in der Zusammenarbeit mit unseren Kunden nutzen, gibt es eine Reihe von Telefonkonferenzen und wir halten häufiger Videopräsentationen. Das funktioniert ohne Probleme.

Fallen Aufträge weg?

Bisher nicht, aber die Corona-Pandemie macht sich in weniger Neuanfragen bemerkbar beziehungsweise wurden neue Projekte verschoben oder Ausgaben im Marketing-bereich gekürzt. Wir hoffen natürlich, dass sich das im Laufe des Jahres wieder normalisiert und die Projekte noch umgesetzt werden.

Nehmen Sie finanzielle Hilfen in Anspruch?

Nein, denn uns geht es den Umständen entsprechend gut und wir sehen für uns keine Ansprüche. Da gibt es sicherlich Unternehmen oder auch Solo-Selbstständige, die von der Krise existenzieller betroffen sind, und für die sind die finanziellen Hilfen notwendig. Wir denken an viele Dienstleister und Kollegen und wünschen uns, dass sie alle gut durch diese schwierige Zeit kommen.

Wie wird Ihr Unternehmen aus der Corona-Krise hervorgehen?

Im Bereich der Digitalisierung sind wir noch schneller geworden und sind Themen jetzt schon früher angegangen. Das betrifft die Möglichkeit für unsere Mitarbeiter, mobiler und damit flexibler arbeiten zu können. Wir wollen das in diesem Tempo weiter vorantreiben.

Sie engagieren sich für die Aktion „Offenbach.help“. Was tun Sie konkret und welche Effekte erhoffen Sie sich?

Wir finden, das ist eine ganz wichtige Aktion für den Offenbacher Einzelhandel und die Gastronomie. Wir erhoffen uns, dass so viele Betriebe und Gaststätten wie möglich diese schwierige Zeit überstehen. Wir haben bei der Bildbearbeitung und der Fotografie einen unbezahlten Beitrag geleistet, werden diese Aktion auf unseren Kanälen verbreiten und möchten auch an dieser Stelle zur Hilfe aufrufen.

www.khdesign.de