Ohne Netz und doppelten Boden

Ganz klar, wir wollen abgesichert sein. Gebe ich den Titel dieser Ausgabe der „Offenbacher Wirtschaft“ bei Google ein, erhalte ich 18.600.000 Treffer für „Abgesichert“. Wir Deutschen lieben es sicher. Risiko ist nicht unser Ding. Das ergeben immer wieder Bevölkerungsumfragen. Auch das jüngste Ergebnis der Demoskopen zeigt: Selbst wenn es uns gut geht, blicken wir voller Sorge in die Zukunft.

Teilweise sind diese Sorgen berechtigt, wenn wir uns die aktuelle Kriminalitätsstatistik anschauen. Geht es um das Internet, sind wir auf einmal gar nicht mehr so sicherheitsliebend. Mangelhafter Schutz vor Viren, Trojanern oder Spionagesoftware sind bei Unternehmen und ihren Mitarbeitern an der Tagesordnung. Dabei lässt sich über ein ungesichertes Dienst-Mobiltelefon für „Fachleute“ problemlos großer Schaden für das Unternehmen anrichten. Geschäftsgeheimnisse stehen auf dem Spiel.

Vor Eindringlingen können wir uns mit den Dienstleistungen im Objektschutz tätiger Unternehmen schützen. Für uns selbst können wir Bodyguards anheuern.

Was passiert eigentlich mit unseren Mitarbeitern, die auf Dienstreise im Ausland unterwegs sind? Gefährlich wird es für sie nicht nur in Bagdad oder Damaskus. Auch eine Reise nach Paris oder Brüssel kann, wie wir leider mittlerweile wissen, mit Gefahren verbunden sein. Wie kann man Dienstreisende besser schützen? Auch hierfür gibt es, wie für die vorher genannten Problematiken, die passende Lösung aus der Region Offenbach. Unser Unternehmertum in Stadt und Kreis macht es möglich.

Dabei agieren wir ohne Netz und doppelten Boden. Denn das unternehmerische Risiko nimmt uns keiner ab. Das ist auch gut so. Denn wer immer nach einer Möglichkeit sucht, alle Risiken auszuschalten, bringt sich um alle Möglichkeiten. Oder um es mit den Worten des Malers Vincent van Gogh zu sagen: „Was wäre das Leben, hätten wir nicht den Mut, etwas zu riskieren?“

Ihr

Alfred Clouth

Alfred Clouth, Präsident der IHK Offenbach am Main. Foto: IHK.