Für ein facettenreiches Zentrum

Offenbachs City auf dem Weg zur Mitte

Das Zukunftskonzept „Offenbach Mitte“ zeigt, wie sich Offenbachs Innenstadt neu erfinden kann, um eine lebendige und attraktive Mitte für die gesamte Stadt zu bleiben.

Die 14 Zukunftskonzepte für die Innenstadt im Überblick. Konzept: Urbanista, Illustration Johanna Springer

Nach dem erfolgreichen Masterplan-Prozess mit Leitlinien und Schlüsselprojekten für die Stadtentwicklung bis 2030 steht nun die Innenstadt im Fokus. Die Stadt Offenbach am Main und der an die IHK angegliederte Verein Offenbach offensiv haben sich erneut zusammengetan, um sich der zentralen Frage zu widmen: Warum besuchen die Menschen auch in Zukunft noch die Innenstadt? Das im Juni 2020 von Vereinsmitgliedern und Stadtverordneten beschlossene Zukunftskonzept liefert hierfür strategische Weichenstellungen und konzeptionelle Antworten.

Ziel ist es, eine lebendige und attraktive Innenstadt zu entwickeln. Sie soll als Kern einer gut erreichbaren Stadt der kurzen Wege die Rolle der gesellschaftlichen Mitte einnehmen. Als Identifikationsort und Imagefaktor wird sie die positive Entwicklung des Standorts Offenbach stärken und Offenbach mit seiner Energie, seiner Internationalität und auch seiner Verschiedenartigkeit und Buntheit repräsentieren.

Neue Strategien für die Innenstadt

Das Konzept baut auf der These auf, dass eine Innenstadt in Zukunft nicht mehr vorrangig durch den Handel funktioniert. Vielmehr muss sie ergänzend zum Handel durch weitere wichtige Funktionen geprägt sein – wie etwa Arbeit, Wohnen und Kultur, aber auch Freizeit, Teilhabe und Gemeinschaft. Sie muss verschiedene Anlässe für Besuche bieten und ganz unterschiedliche Bedürfnisse der Menschen erfüllen. Kurz gesagt: Sie muss ihr „Versprechen“ erneuern.

Strategie 1: Alle Innenstadtfunktionen stärken

Die Offenbacher Innenstadt muss künftig alle Funktionen einer guten Mitte erfüllen. Sie muss Orte zum Wohnen und Arbeiten bieten, zum Einkaufen, für die Freizeit – und sie muss auch ein Ort der politischen Debatte sein. Im Zentrum der Strategie stehen Projekte, die diese „Innenstadtfunktionen“ zusammenführen – Erlebnisorte und Treffpunkte, die immer wieder neue Anlässe für den Besuch der Innenstadt bieten und die gesamte Stadtgesellschaft ansprechen.

Strategie 2: Neue Energien und Akteure in die Innenstadt holen

Die Ansiedlung von etablierten Offenbacher Institutionen und Projekten durch Showrooms oder Satellitenstandorte kann in Zukunft einen Beitrag zur Innenstadtentwicklung leisten. Darüber hinaus sollte die Innenstadt gezielt als Möglichkeitsraum für innovative Projekte von Stadtmachern von nah und fern positioniert werden. Engagierte Personen und Gruppen bekommen Spielräume, in denen sie eigene Impulse setzen und einen Beitrag zur Belebung leisten.

Strategie 3: Zukunftsfähige Strukturen und Rahmenbedingungen schaffen

Um die Innenstadt angesichts der großen gesellschaftlichen Themen Digitalisierung, Klimawandel und Mobilitätswende langfristig aufzustellen, kommt vor allem dem öffentlichen Raum sowie den Infrastrukturen eine entscheidende Rolle zu. Grundidee dieser Strategie ist demnach die technische Ausstattung und Förderung von zukunftsfähigen Mobilitätsangeboten, Netzinfrastrukturen und Raumqualitäten.

Projekte für die Mitte

Zentraler Baustein des Zukunftskonzepts sind 14 Zukunftsprojekte, mit denen die neuen Funktionen der Innenstadt gestärkt werden sollen. Alle folgen sie dem Ziel, möglichst viele Nutzungen gleichzeitig zu bedienen und sie miteinander zu kombinieren. Gerade durch diese Überlagerung entstehen innovative und lebendige Orte, die zu Keimzellen des Wandels werden.

Zum vollständigen Zukunftskonzept mit detaillierten Infos zu den Projekten:

www.offenbachmitte.de

www.offenbach-offensiv.de

Autorin

Laura Becker
Telefon 069 8207-246
becker@offenbach.ihk.de