12. Hessischer Stadtmarketingtag

Stadtmarketing in Zeiten der digitalen Transformation

Nach rund zwei Jahren Vorbereitungszeit haben Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey (Mitte), die Präsidentin des Bundesverbands der Personalmanager Inga Dransfeld-Haase und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer gemeinsam den „Fortschrittsindex Vereinbarkeit“ veröffentlicht. Foto: Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ / Sandro Jödicke

Fortschrittsindex Vereinbarkeit gestartet

BERLIN. Gemeinsam mit dem Bundesfamilienministerium und dem Bundesverband der Personalmanager (BPM) hat der DIHK den Fortschrittsindex Vereinbarkeit entwickelt. Er ermöglicht Unternehmen, ihre familienfreundliche Kultur verbindlich und nachhaltig zu messen und ihre Fortschritte sichtbar zu machen. Teilnehmende Unternehmen können sich anhand von zwölf Kennzahlen mit Wettbewerbern vergleichen, erhalten passgenaue Empfehlungen sowie ein Teilnahmesiegel. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey betonte die Vorteile der Teilnahme: „Wer gute Fachkräfte will, muss für Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen. Der Fortschrittsindex Vereinbarkeit macht den Einsatz der Unternehmen dafür sichtbar.“ Auch DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer sieht einen Vorteil für den wirtschaftlichen Erfolg: „Eine familienfreundliche Unternehmenskultur macht es den kleinen und mittelständischen Unternehmen leichter, Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.“ Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.erfolgsfaktor-familie.de/

DIHK-Konjunkturprognose: Politik muss jetzt handeln

BERLIN. Vor dem Hintergrund der sich stark eintrübenden Konjunktur hat der DIHK die Politik dazu aufgerufen, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken. „Für unsere Volkswirtschaft, mit ihrem starken Industriekern, ist das eine riesige Herausforderung“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer anlässlich der aktuellen Konjunkturprognose der Industrie- und Handelskammern. Deshalb müsse „unser Land jetzt ins Handeln kommen“. Angesichts der strukturellen Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft müssten Wirtschaft und Politik intensiv an nachhaltigen Verbesserungen des Standortes arbeiten. Dazu gehörten unter anderem wettbewerbsfähige Steuersätze, weniger Bürokratie und mehr Investitionen.

Für das laufende Jahr erwartet der DIHK ein BIP-Wachstum von 0,4 Prozent, nachdem er im Herbst 2018 mit 1,7 Prozent bereits weniger prognostiziert hatte als die meisten Forschungsinstitute. 2020 könnte es noch für ein Wachstum von 0,5 Prozent reichen. Allein 0,4 Prozent davon gehen auf sogenannte Kalendereffekte zurück: Es gibt im kommenden (Schalt-)Jahr vier Arbeitstage mehr. „Gerne würden wir uns in die Reihe derer einreihen, die optimistischer sind“, sagte Schweitzer bei der Präsentation der Zahlen. „Die Einschätzungen von 28.000 Unternehmen liefern uns dafür aber leider keine Argumente.“ Seit der Finanzkrise 2008/2009 hat der DIHK nach den Worten Schweitzers von den Unternehmen keine so pessimistischen Antworten bekommen. In normalen Zeiten liege das Exportwachstum durchschnittlich bei 5,5 Prozent. Für 2020 rechne der DIHK bei den Ausfuhren mit Stagnation – eigentlich eher etwas schlechter (minus 0,5 Prozent).