Neues aus Berlin und Brüssel

Der erste Schritt zum Aufstiegsstipendium ist eine Online-Bewerbung.
Foto: Marcus Gloger

Aufstiegsstipendium für Berufserfahrene

BERLIN. Im Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erhöht sich die monatliche Förderung für ein Vollzeitstudium seit September 2019 von 815 Euro auf 933 Euro. Zusätzlich kann bei einem Vollzeitstudium für die Betreuung der eigenen Kinder ein Zuschuss beantragt werden, dieser steigt von 130 Euro auf nun 150 Euro je Kind. Darüber hinaus wird die Altersgrenze für den Betreuungszuschuss von zehn Jahren auf 14 Jahre angehoben. Eine Besonderheit: Das Aufstiegsstipendium fördert auch berufsbegleitend Studierende, hier steigt die Förderung von 2.400 Euro auf 2.700 Euro im Kalenderjahr. Die Leistungen sind eine Pauschale und einkommensunabhängig. Mittlerweile rund 11.000 Studierende mit Berufserfahrung an 300 Hochschulen in Deutschland konnten vom Aufstiegsstipendium profitieren, jedes Jahr gibt es mehr als 1.000 Neuaufnahmen. Weitere Informationen: www.aufstiegsstipendium.de

Wachsende Bedeutung der höher qualifizierenden Bildung

BERLIN. In Deutschland spielt die Höhere Berufsbildung – also die berufliche Weiterbildung zum Fachwirt, Meister oder Bilanzbuchhalter – für die Fachkräftesicherung der Wirtschaft eine zentrale Rolle. „Die Einkommens- und Beschäftigungsperspektiven dieser Absolventen sind zum Teil sogar besser als die von Akademikern“, betont DIHK-Vize-Chef Achim Dercks. „Für die Unternehmen ist es wichtig, dass die Bundesregierung die Höhere Berufsbildung stärkt – durch die Weiterentwicklung des Aufstiegs-BAföG ebenso wie durch die Einführung der neuen, auch international verständlichen Abschlussbezeichnungen Bachelor Professional und Master Professional. Dercks empfiehlt: „Hier muss die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes die richtigen Akzente setzen. Die neuen Gattungsbegriffe können dazu beitragen, noch mehr junge Menschen für die vielfältigen und attraktiven Karrierewege in der beruflichen Bildung zu begeistern. Denn gerade hier ist der Fachkräftemangel der Unternehmen besonders groß.“

Bürokratieabbau: Es bleibt noch viel zu tun

BERLIN. Den Entwurf für das Bürokratieentlastungsgesetz III bewertet DIHK-Präsident Eric Schweitzer „als einen Einstieg in eine dringend erforderliche Entlastung“. Die Ungeduld der Unternehmen sei „beim Thema Bürokratie besonders groß, wie wir aus unseren Umfragen wissen“, betont er. „Wenn die Vorschläge Gesetz werden, kommen sie zum richtigen Zeitpunkt.“ Denn angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfeldes bringe der Abbau von Bürokratie positive Impulse. Dazu zählten insbesondere die Ansätze, stärker auf Digitalisierung zu setzen. Mit der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und der Erleichterung bei der Archivierung von elektronischen Steuerunterlagen werden nach Einschätzung des DIHK-Präsidenten „notwendige Schritte hin zu einer Vereinfachung von Verwaltungsvorgängen unternommen.“ Der DIHK bringe gerne weitere Vorschläge für ein Bürokratieentlastungsgesetz IV ein.