Neues aus Berlin und Brüssel

Martin Wansleben, DIHK-Hauptgeschäftsführer (l.), und Eric Schweitzer, DIHK-Präsident (2.v.l.), freuen sich mit den Schülern und Lehrern der FEDA Madrid über den 1. Preis des IHK-Auslandsschulwettbewerbs. Foto: Paul Aidan Perry

Schüler bauen weltweit Brücken

BERLIN. Der erste Preis des IHK-Auslandsschulwettbewerbs 2017/2018 geht an die Deutsche Auslandsberufsschule FEDA Madrid, gefolgt von der Goethe Schule in Buenos Aires, Argentinien, und der Deutschen Schule Nairobi, Kenia. Gemeinsam können sie sich über ein Preisgeld von insgesamt 120.000 Euro freuen. DIHK-Präsident Eric Schweitzer betonte bei der Auszeichnung am 15. Mai 2018 in Berlin: „Die deutschen Auslandsschulen sind Visitenkarten für Deutschland und Partner der deutschen Wirtschaft auf Auslandsmärkten. Sie stellen für ins Ausland entsandte Kräfte der deutschen Wirtschaft die Unterrichtsversorgung ihrer Kinder sicher und tragen somit entscheidend zur internationalen Mobilität ihrer Familien bei.“ Die IHK-Organisation ruft alle zwei Jahre die 140 deutschen Auslandsschulen in 71 Ländern auf, sich mit innovativen Schulprojekten und Konzepten zu bewerben.

EU-Regionalpolitik wird fortgesetzt

BRÜSSEL. Mit großer Mehrheit haben die EU-Abgeordneten entschieden, die EU-Regionalpolitik in allen Regionen fortzusetzen. Sie greifen damit im Grundsatz eine Position des DIHK auf. Auch wenn der DIHK Spielräume bei der Höhe der nationalen Ko-Finanzierung sieht, sollte die Förderung angesichts der Bedarfe auch in strukturstärkeren Regionen fortgesetzt werden. Auch bei der Frage der Flexibilisierung hat das EU-Parlament die Position des DIHK aufgegriffen: Mittelverwendungen sollten flexibler gestaltet werden, aber innerhalb des Anwendungsbereichs der EU-Regionalpolitik verbleiben, um die Effektivität der Programme nicht zu verwässern.

Weg frei für ein praktikables E-Rechnungsformat

BERLIN. Bis zum November dieses Jahres will der Bund in der Lage sein, elektronische Rechnungen von Unternehmen anzunehmen und verarbeiten zu können – dies schreibt die entsprechende EU-Richtlinie vor. 2020 folgen dann Länder und Kommunen. Der DIHK hat sich für ein einheitliches und in der Wirtschaft gebräuchliches Datenformat statt eines föderalen Flickenteppichs eingesetzt. Es stand länger auf der Kippe, ob dies erreichbar wäre. Denn Bund und Länder versteiften sich auf die alleinige Akzeptanz des Formats „X-Rechnung“, das bisher von mittelständischen Unternehmen kaum verwendet wird. Der Bund ist im letzten Jahr umgeschwenkt und will auch andere, EU-konforme Datenformate, akzeptieren, darunter das gebräuchliche Format ZUGFeRD. Seit nun auch Nord-rhein-Westfalen in seinem E-GovernmentGesetz eine Akzeptanz unterschiedlicher Datenformate vorsieht, scheint der Weg zumindest geebnet zu sein für ein bundesweit einheitliches Vorgehen.