Neues aus Berlin und Brüssel

Maßnahmenvorschläge für Bürokratieabbaugesetz III

BERLIN – Die Digitalisierung eröffnet viele neue Chancen für den Bürokratieabbau. „Zu Recht hat sich die neue Bundesregierung hier viel vorgenommen“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. „Im Koalitionsvertrag ist etwa von einem Digitalisierungspakt oder der Vereinfachung von Antrags-, Genehmigungs- und Besteuerungsverfahren die Rede. Jetzt hoffen wir im Sinne der Wirtschaft, dass diese Ankündigungen möglichst rasch konkret werden“, so Wansleben. Der DIHK hat zu zentralen wirtschaftspolitischen Handlungsfeldern eine neue Vorschlagsliste mit 35 konkreten Maßnahmen entwickelt, damit es mit dem Bürokratieabbau endlich vorangeht – zum Beispiel durch eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmensgründungen oder unkompliziertere Baugenehmigungen. Den Abbau von Bürokratie halten 60 Prozent der Betriebe laut aktuellem DIHK-Unternehmensbarometer für eine der wichtigsten politischen Aufgaben.

Ehrenamtliche Prüfer sind das „Rückgrat der beruflichen Bildung“

BERLIN – DIHK-Präsident Eric Schweitzer hat zum Abschluss der „Woche der beruflichen Bildung“ vom 16. bis 20. März 2018, die unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seiner Ehefrau Elke Büdenbender stand, ein positives Fazit gezogen. „Der Bundespräsident konnte sich an vielen Orten in Deutschland von der Leistungsfähigkeit der beruflichen Bildung überzeugen“, so der DIHK-Präsident. „Tausende Betriebe überall in unserem Land stellen Tag für Tag die hohe Qualität ihrer Ausbildung unter Beweis.“

Berufliche Bildung sei stark, weil sie die betriebliche Praxis in den Mittelpunkt stelle und dabei von fachkundigen Ausbildern in den Unternehmen begleitet werde, so Schweitzer. „Undenkbar wäre diese betriebliche Ausbildung jedoch ohne die rund 180.000 ehrenamtlichen Prüfer allein bei den Industrie- und Handelskammern“, sagte der DIHK-Präsident. Schweitzer: „Sie sind das Rückgrat der beruflichen Bildung. Mit jährlich mehr als 600.000 absolvierten Prüfungen ermöglichen sie vielen jungen Menschen einen guten Start in ihre Zukunft und sichern so die Fachkräfte von morgen. Um unser Ehrenamt dabei zu unterstützen, wollen wir jetzt rasch mehr digitale Prüfungsangebote entwickeln.“

EU-Kommission lobt das deutsche System der dualen Berufsausbildung

BRÜSSEL – Die EU-Kommission hat im diesjährigen Länderbericht für Deutschland die Vorteile und die hohe Qualität des deutschen Systems der dualen Berufsausbildung ausdrücklich hervorgehoben. Damit hat sie eine langjährige Forderung des DIHK aufgenommen, Deutschlands betrieblicher Ausbildung auch im europäischen Rahmen die gebührende Anerkennung auszusprechen. Im Bildungsteil des Berichtes bescheinigt die Kommission Deutschland, dass es mit dem dualen System über einen „ausgezeichneten Ansatz für die Kompetenzentwicklung, insbesondere für die berufliche Erstausbildung und Weiterbildung“, verfüge. Es beschere Deutschland mit nur 6,8 Prozent die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit in der EU und vermittle sowohl den jungen Menschen eine hohe Qualifikation als auch den Unternehmen qualifizierte Fachkräfte. Die Kommission betont ebenfalls die im EU-Vergleich weit überdurchschnittliche, hohe Beschäftigungsquote von Absolventen des dualen Systems.