Neues aus Berlin und Brüssel

Mit Auslandsaufenthalten gewinnen

BERLIN – Beim „Deutsch-Französischen Tag der Mobilität von Auszubildenden in Europa“ stand am 22. Januar in Berlin das Thema Auslandsaufenthalte im Fokus. „Auslandsaufenthalte sind ein wichtiges Instrument, um die duale Berufsbildung attraktiver und internationaler zu gestalten“, sagte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Ziel müsse es sein, dass möglichst viele kleine und mittlere Unternehmen ihren Auszubildenden einen Auslandsaufenthalt ermöglichten. Aus Sicht von DIHK-Präsident Eric Schweitzer sind Auslandsaufenthalte in der Berufsbildung „eine Win-win-Situation“: Unternehmen könnten ihre Ausbildungsplätze besser vermarkten, erhielten hochmotivierte Auszubildende und neue Auslandskontakte.

Mit dem Programm „Berufsbildung ohne Grenzen“ leistet das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit dem DIHK und dem ZDH einen konkreten Beitrag zur grenzüberschreitenden Mobilität, indem es die bei den IHKs sowie HWKs angesiedelten „Mobilitätsberater/-innen“ fördert. Künftig soll der Austausch zwischen den beiden Partnerländern intensiviert werden: Durch das Programm „Berufsbildung ohne Grenzen“ sollen deutsche und französische Ausbildungsbetriebe, Bildungszentren und Kammern stärker miteinander vernetzt werden.

BMF berät mit DIHK über Zollfragen nach dem Brexit

BERLIN – Das Bundesfinanzministerium (BMF) will gemeinsam mit den IHKs den Kontakt zu Unternehmen suchen, um sie auf die negativen Folgen durch den Brexit vorzubereiten. Nach dem Austritt der Briten werden die deutschen Unternehmen jede einzelne Lieferung von und nach Großbritannien beim Zoll anmelden müssen. Das Ministerium reagiert damit auf eine Warnung des DIHK. Dieser rechnet mit jährlich ca. 15 Millionen zusätzlichen Zollanmeldungen bei Ex- und Importen. Das entspricht Mehrkosten für deutsche Unternehmen von schätzungsweise 200 Millionen Euro pro Jahr.

Erfolgreiche Initiative VerA wird verlängert

BERLIN – Eine gute Nachricht für alle Jugendlichen mit Startschwierigkeiten in der Ausbildung: Dank der Unterstützung des DIHK wird das Programm „Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen“ (VerA) auch über 2018 hinaus verlängert. Die weitere Förderung war zunächst äußerst unsicher. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat nun die Förderung für weitere vier Jahre bis Ende 2022 zugesagt. Die ehrenamtliche Initiative des Senior Experten Service verhilft seit zehn Jahren Auszubildenden zu einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss. Das Projekt wurde gemeinsam mit dem DIHK, dem ZDH und dem Bundesverband der Freien Berufe entwickelt und wird in enger Zusammenarbeit mit den Kammern vor Ort umgesetzt. Senior-Experten greifen Azubis individuell unter die Arme, unterstützen bei der Prüfungsvorbereitung, kümmern sich um den Ausgleich von sprachlichen Defiziten oder fördern soziale Kompetenzen. Bis Ende 2017 unterstützten persönliche Ausbildungsbegleiter mehr als 10.000 junge Menschen, zuletzt auch verstärkt Menschen mit Fluchthintergrund.