Neues aus Berlin und Brüssel

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer starten zusammen mit ZDH, BDI und BDA eine Gründungsoffensive. Foto: DIHK | Jens Schicke

Gründungsoffensive trägt DIHK-Handschrift

BERLIN. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat gemeinsam mit DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer und Spitzenvertretern von ZDH, BDI und BDA eine bundesweite Gründungsoffensive gestartet. In die gemeinsame Erklärung zur Initiative sind viele Maßnahmenvorschläge des DIHK eingeflossen, deren Umsetzung Gründern und Nachfolgern substanziell weiterhilft: eine mittelstandsfreundliche Reform der Erbschaftsteuer, spürbarer Bürokratieabbau, Entlastung des Mittelstands bei den Unternehmenssteuern, mehr Wertschätzung für Gründer und Unternehmer bei Ämtern und Behörden sowie eine bessere Verankerung von Unternehmertum in Schulen. Die von allen Partnern getragene Gemeinsame Erklärung sieht zudem vor, Nachfolge-Coaches bzw. Nachfolgemoderatoren zu etablieren.

Mehr Tempo beim Bürokratieabbau

BERLIN. Der Bürokratieabbau geht voran. Das Bundeskabinett hat Ende des Jahres das Arbeitsprogramm „Bessere Rechtsetzung“ verabschiedet. Es umfasst mehr als 50 Einzelvorschläge, wie in den kommenden Jahren Bürokratie abgebaut und Verwaltungshandeln effizienter gestaltet werden kann. In das Programm flossen zahlreiche Vorschläge des DIHK ein, der diese in zwei Experten-Workshops im Bundeskanzleramt vorgetragen hatte. Konkret geht es dabei beispielsweise um die Digitalisierung von Bescheinigungen der privaten Krankenversicherung, die Vereinfachung kurzfristiger Beschäftigungen im Sozialversicherungs- und Steuerrecht oder die elektronische Übermittlung der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Damit werden die DIHK-Vorschläge auch unabhängig vom anstehenden dritten Bürokratieentlastungsgesetz umgesetzt.

DIHK stellt Rampenregeln auf

BERLIN. Parkraum bereitstellen, Zeitfenster einhalten, Zuständigkeiten regeln: Mit den neun „Goldenen Rampenregeln“ möchte der DIHK dazu beitragen, dass der Empfang und das Verladen von Waren effektiver erfolgen und nicht zuletzt der Beruf des LKW-Fahrers wieder attraktiver wird. Aus den Vorschlägen und Anregungen der Betroffenen hat der DIHK die Rampenregeln entwickelt. „Das Ergebnis ist ein gutes Beispiel, wie wir als Wirtschaft gemeinsam unterschiedliche Branchen- und Unternehmensinteressen ausgleichen können“, so DIHK-Vize-Chef Achim Dercks. Die in der Praxis aufgestellten Regeln nutzten allen Beteiligten, betonte Dercks – den Verladern, den Waren-Empfängern, den Transportunternehmern, den Fahrern und der Umwelt. „Standzeiten können so verkürzt und Planungen für alle Seiten verbessert werden. Damit lassen sich Arbeitszeiten und Personaleinsatz verbessern, weil der gerade von den Fahrern oft als frustrierend empfundene Leerlauf vermieden werden kann.“ Gleichzeitig gehe es aber um wechselseitige Anerkennung: „Auch Fahrer und nicht nur die von ihnen gelieferten Waren sollten an der Rampe willkommen sein.“ Mehr dazu unter: https://bit.ly/2DuDGti