Mit „Mobile Marketing“ Kunden am Smartphone erreichen

Sieht man auf der Straße oder in der Bahn überhaupt noch jemanden ohne ein Smartphone? Wie der Branchenverband Bitkom mitteilt, wurden allein 2015 in Deutschland rund 26,2 Millionen der digitalen Alleskönner verkauft. 51 Millionen Deutsche nutzen die Geräte im Alltag – unter anderem auch zum Einkaufen. Deshalb wird das „Mobile Marketing“ für Werbetreibende auch immer wichtiger. Allerdings sollten dabei einige Unterschiede zu herkömmlicher Werbung beachtet werden.

So warnen Experten davor, einfach Inhalte aus der bestehenden Online-Werbung für mobile Endgeräte zu übernehmen. Mittlerweile bieten viele IT-Dienstleister aber die Entwicklung von „Mobile Enabled Websites“ (MEW) an. Diese sind speziell auf Smartphones oder Tablets zugeschnitten, zum Beispiel durch ein Design, das sich den unterschiedlichen Bildschirmformaten anpasst. Auch die Herstellung einer eigenen App macht Sinn. Durch ein attraktiv designtes Logo gelangt man damit im besten Fall gleich auf die Startseite von Smartphone-Nutzern.

Wichtig: „Inhalte und Prozesse müssen die spezifische mobile Nutzungssituation berücksichtigen“, wie der Hamburger Onlinemarketing-Spezialist Wolfgang Thomas erklärt. Als Beispiel führt er an: „Während etwa ein mobiles Unterbrechungsvideo unterwegs nur ein Bandbreiten- und Zeitfresser ist, stiftet eine Filial- oder Angebotssuche im Umkreis einen unmittelbaren Nutzen. Solchen Location Based Services gehört zweifellos die Zukunft im Mobile Marketing.“

Den Kunden vor Ort erreichen, am besten gleich beim Einkauf: In diesem Bereich gibt es aber offenbar noch großen Verbesserungsbedarf. So ergab eine Studie des Technologie-Anbieters Accenture, dass sich viele Nutzer mehr Interaktionsmöglichkeiten über ihr Smartphone wünschen. 47 Prozent würden zum Beispiel gern während des Einkaufs Echtzeit-Angebote des Händlers bekommen. Auch was etwa das Einlösen von Gutscheinen übers Smartphone angeht, klafft zwischen Kundenwünschen und Realität laut der Untersuchung noch eine Lücke. Während 42 Prozent der Kunden sich diese Möglichkeit wünschen, können nur 16 Prozent der befragten Händler diesen Service bieten.

Man sieht: Im effizienten Einsatz mobilen Marketings ist noch viel Luft nach oben.