Lösungsorientiertes Design ist der Schlüssel

Messen neu denken

Unternehmen brauchen Möglichkeiten, um sich und ihre Produkte sowohl bestehenden Kundinnen und Kunden als auch potenziellen Neukunden auf einer persönlichen Ebene, die Vertrauen schafft, zu präsentieren. Wie geht das, wenn Messen, wie wir sie kannten, nicht stattfinden?

Perfekt für die Roadshow und Präsentationen im Unternehmen – ein mobiler Anhänger.

Das Frühjahr 2020 hat die Messewirtschaft bis ins Mark erschüttert. Ab März wurden alle Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Seit dem Herbst versuchen die Messegesellschaften vorsichtig wieder Fuß zu fassen. Unter den Ausstellern und Besuchern herrscht aber weiter Unsicherheit, ob die Teilnahme an oder der Besuch einer Messe das finanzielle und gesundheitliche Risiko wert ist.

Natürlich entwickelten sich innerhalb kurzer Zeit nach Beginn der Beschränkungen erste Lösungen, die den Wegfall des persönlichen Kontakts zwischen Geschäftspartnern kompensieren sollen. Videokonferenzen nahmen stark zu. Nach und nach trat ein Format in Erscheinung, das vorher nur ein Nischendasein gefristet hatte: die virtuelle Messe. Ob sie sich nach der Pandemie großflächig behaupten kann, bleibt abzuwarten. Der persönliche Faktor, der in vielen Branchen entscheidend ist, fehlt jedenfalls. Besonders die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) leiden aktuell sehr. Welche Möglichkeiten bleiben ihnen, um ihre persönlichen Kundenbeziehungen zu pflegen? Wie kann der Vertrieb wieder einsteigen?

Geschichten gefallen

Gerade in Zeiten von Kontaktbeschränkungen sind gut gemachte physische Mailings eine sehr simple und sympathische Möglichkeit, sich bei Kundinnen wieder ins Gedächtnis zu rufen und ihr Interesse zu wecken. Mit unterschiedlichen Faltungen und Ausstanzungen, kombiniert mit besonderem Papier und einem schönen Umschlag, sind sie ideal, damit der Versender sich mit einfachen Mitteln auch haptisch von Mitbewerberinnen unterscheidet.

Mit den Inhalten erzählt man Kunden Geschichten, bietet Inspirationen und gibt einen Ausblick. Storytelling kommt an: Vertreter präsentieren ihr Unternehmen und dessen Lösungen, zeigen Muster und breiten vor den Augen des Kunden Markenwelten aus. Warum nicht dem Vertrieb ein Werkzeug an die Hand geben, dass das Unternehmensspektrum noch eindrucksvoller illustriert? Schautafeln, virtuell oder haptisch, die die Firmenphilosophie erläutern, aktuelle Best-Practice-Beispiele aufzeigen und eine Übersicht über das Lösungsportfolio bieten? Geschichten mit visueller Unterstützung bleiben im Gedächtnis und können im persönlichen und vertrauensvollen Gespräch genutzt werden.

Revival der Hausmessen

Oder man baut einen Messestand auf dem Firmengelände, temporär oder als Festeinbau in Form einer Roadshow, einer Hausmesse oder eines Showrooms. Dort können Kunden Neuheiten betrachten. Da es keine externen Messeregularien gibt, hat das Unternehmen die komplette Kontrolle darüber, wie sich die Besucher über die Ausstellungsfläche bewegen. Dadurch können Inhalte einfacher aufeinander abgestimmt und choreografiert werden. Das Schöne an diesen drei Formaten ist, dass sie sich wunderbar miteinander kombinieren lassen. Elemente aus dem Showroom können für eine Roadshow auf Reisen geschickt oder Elemente, die ursprünglich für eine (Haus-)Messe gedacht waren, in den Showroom gestellt werden.

Aber egal, wofür die Entscheidung fällt, es muss kommuniziert werden. Sei es in Fachmedien, print oder digital, oder in sozialen Netzwerken. Mit kurzen Videos und Inhalten lässt sich die Reichweite effizient erhöhen und der Bekanntheitsgrad steigern. Der Vertrieb kann nachfassen und wieder einsteigen.

Messen werden wiederkommen. Neue Formate werden sich etablieren und andere werden verschwinden. Einige Messeformen werden sich vielleicht komplett zum Digitalen wandeln, andere, deren Fokus auf dem persönlichen Austausch liegt, werden aber weiterhin bestehen.

Autoren

Ulrike Wernig-Pohlenz und Julian Heckel
Telefon 069 850 926 822
https://hdw-partner.de