Messen in Deutschland:
So wird der Neustart nach Corona ein Erfolg

Messewirtschaft erstellte schon im März ein umfangreiches Leistungspaket für den sicheren Re-Start – Hygiene- und Abstandskonzepte sind mit Behörden abgestimmt

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Für die Wirtschaft sind Messen und andere Veranstaltungen von unschätzbarem Wert. Sie dienen der Kundengewinnung, der Präsentation von Neuerungen, der Kontaktpflege und vielem mehr. Umso bitterer trafen Veranstalter, Unternehmen, Messebauer und Zulieferer die vielen Absagen während des Corona-Lockdowns. 2020 konnten 70 Prozent aller geplanten Messen in Deutschland nicht stattfinden. Digitale Alternativen konnten den Schaden nicht ausgleichen. Coronabedingte Absagen führten laut Fachverband AUMA bis jetzt zu gesamtwirtschaftlichen Verlusten in Höhe von 40 Milliarden Euro.

Mittlerweile sind Messen in allen Bundesländern aber wieder zugelassen. Ausländische Teilnehmer dürfen einreisen (auch wenn sie sich vorher genau über die jeweils geltenden Bestimmungen am Veranstaltungsort informieren sollten). Seit dem Sommer haben einige Messen wieder ihre Pforten geöffnet und konnten mit Erfolg stattfinden. Das liegt auch daran, dass bereits im März ein Leistungspaket für den Neustart erarbeitet wurde. „Die Messewirtschaft verfügt hierbei über ganzheitliche Gesundheitsschutz-Konzepte, die seit Beginn der Corona-Krise beständig weiterentwickelt worden sind. Diese Konzepte sind behördlich abgestimmt und genehmigt“, heißt es dazu in einer AUMA-Erklärung.

Zu den acht Bausteinen, die einen sicheren und erfolgreichen Re-Start ermöglichen, zählen unter anderem die optimale Nutzung des Flächenpotentials und eine im Einzelnen festgelegte Mindestfläche pro Besucher. So ist gewährleistet, dass der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten wird. Eine elektronische Steuerung von Besucherströmen, Registrierungen zur Kontaktnachverfolgung und der Einsatz leistungsfähiger Belüftungsanlagen sind weitere wesentliche Maßnahmen.

Wegen der Unvorhersehbarkeit der weiteren Pandemie-Entwicklung sollten sich alle Beteiligten aber auf jeden Fall stets auf dem neuesten Stand halten. Als Verband der deutschen Messewirtschaft hält AUMA auf seiner Internetseite (www.auma.de) regelmäßig aktualisierte Informationen bereit.