Immobilienverwalter profitieren von digitalen Lösungen

Mehr Digitalisierung wagen

Hessische Immobilienverwalter stehen in der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen. Ein Zwischenfazit des Verbands der Immobilienverwalter Hessen (VDIVH) zeigt: Digitale Geschäftsprozesse helfen den Unternehmen, auch in Krisensituationen handlungsfähig zu bleiben.

Bianca Kollig und ihre Tochter Tatjana König-Kollig von der Immobilienservice Kollig GmbH & Co. KG aus Heusenstamm haben früh auf Digitalisierung gesetzt. / Fotos: VDIVH

Für die rund 300 Mitglieder im VDIVH brachte die Pandemie einschneidende Veränderungen des Berufsalltags mit sich: Eigentümerversammlungen konnten nicht mehr in Präsenz stattfinden. Die Kommunikation mit Kunden und Partnern beschränkte sich auf E-Mail und Telefon. Mitarbeiter wechselten ins Homeoffice und die Verordnungen änderten sich fast täglich. In dieser angespannten Lage fungierte der Verband als Schnittstelle zwischen Ministerien und Mitgliedern. Das Feedback und die aktuellen Informationen kamen bei den Mitgliedern sehr gut an. Die Weiterbildung stellte der VDIVH auf digitale Angebote um. Künftig soll es eine Mischung aus Online- und Präsenzterminen geben.

Dokumente digital abrufen

Eins hat Corona überdeutlich gezeigt: Unternehmen, die bereits „digital“ arbeiten, bewältigten die Situation leichter. Das belegt ein Blick nach Heusenstamm: Bianca Kollig hat mit ihrem Team der Immobilienservice Kollig GmbH & Co. KG vor drei Jahren mit der Digitalisierung sämtlicher Akten der Liegenschaften begonnen.

„Während der Pandemie konnten unsere Sachbearbeiter so weiterhin uneingeschränkt auf alle Vorgänge zugreifen“, erklärt Kollig. Ihre Tochter Tatjana König-Kollig, die als Prokuristin im Unternehmen tätig ist, sieht in der Digitalisierung auch deutliche Vorteile für die Kunden: „Über ein geschütztes Onlineportal können Eigentümer und Mieter jederzeit für sie relevante Dokumente wie Abrechnungen, Energieausweise oder die Hausordnung einsehen.“ Digitale Lösungen erleichtern auch Eigentümerversammlungen, wie Bianca Kollig berichtet. „Wir müssen für die Abstimmungen heute keine umständlichen Anwesenheitslisten mehr führen. Mit der Einladung zur WEG-Versammlung versenden wir einen Barcode, den wir am Eingang scannen. So haben wir immer die genaue Übersicht über die Stimmrechtsanteile.“ Die Software erlaube es zudem, bereits während der Versammlung ein Protokoll zu erstellen.

Beispiele wie dieses zeigen, wie wichtig eine intensive Beschäftigung mit digitalen Lösungen ist. Der VDIVH unterstützt seine Mitglieder und bietet auch Erfahrungsaustausch-Gruppen zu Software-Themen an.

Autorin

Katja Niebling
Geschäftsführerin
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