Bewusst und rücksichtsvoll konsumieren

Langen bleibt Fairtrade-Stadt

Beim Einkaufen Verantwortung zeigen – das geht einerseits mit dem Griff zu lokal hergestellten Waren und andererseits durch den Erwerb von fair gehandelten und entsprechend zertifizierten Produkten. Der Stadt Langen ist beides wichtig.

Gemeinsam für den fairen Handel: Am „Heimat shoppen“-Stand der städtischen Citymarketing-Initiative überreichte Bürgermeister Jan Werner (3. v. l.) die Re-Zertifizierungsurkunde an die Aktiven der Steuerungsgruppe. V. l. n. r.: Martina Hofmann-Becker, Renate Seybold, Margarete Rölz, Hedwig Goldbach, Birgit Alt und Daniela Groß. / Foto: Schaible/Stadt Langen

Schon 2013 hatte der in Köln ansässige gemeinnützige Verein Transfair Langen als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet. Im September 2021 wurde das Zertifikat zum dritten Mal für weitere zwei Jahre verlängert.

Bürgermeister Jan Werner gratulierte den Mitgliedern der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt bei der Urkundenübergabe am städtischen Infostand zur IHK-Aktion „Heimat shoppen“. „Beides passt sehr gut zusammen“, sagt Jan Werner. „Ein zentraler Akteur in der Steuerungsgruppe ist der Weltladen. Wer dort in der Bahnstraße 102 einkauft, shoppt hier bei uns in der Heimat. Und gleichzeitig sorgt er dafür, die Lebensbedingungen von Menschen in Regionen unserer Welt zu verbessern, denen es nicht so gut geht wie uns. Das Gleiche gilt für alle anderen lokalen Einzelhändler und Gastronomen, die fair gehandelte Produkte anbieten. Gemeinsam mit den Kirchen, Vereinen und der städtischen Wirtschaftsförderung sowie zahlreichen Akteuren aus Bürgerschaft, Wirtschaft und Politik haben sie ihren Anteil daran, dass Langen sich der Devise ‚global denken, lokal handeln‘ als Zielsetzung einer gerechteren Wirtschaft verpflichtet fühlt und sich nun zwei weitere Jahre Fairtrade-Stadt nennen darf.“

Ein wichtiger Aspekt bei der Re-Zertifizierung ist die Bildungsarbeit vor Ort. Im Unterricht an Schulen sowie durch Öffentlichkeitsarbeit – wie beispielsweise bei der „Fairen Woche“ – wird über die Auswirkungen des Welthandels auf abhängige Produzenten in den ärmeren Ländern aufgeklärt. Ziel ist, die Verbraucherinnen und Verbraucher zu sensibilisieren, damit sie mit einer bewussten Kaufentscheidung dazu beitragen, dass importierte Handelsgüter unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen hergestellt werden und gleichzeitig die Umwelt geschont wird.

Die Steuerungsgruppe arbeitet seit 2010 kontinuierlich am Projekt Fairtrade-Stadt Langen und entwickelt die Projektziele auf mehreren Ebenen nachhaltig weiter. Ähnliches Engagement gedeiht an vielen Orten in Deutschland und rund um den Globus: Bundesweit gibt es über 600 Fairtrade-Städte, weltweit mehr als 2.000. Auch Neu-Isenburg ist Fairtrade-Stadt. Dreieich hat sich beworben. Der Kreis Offenbach darf seit Anfang 2020 offiziell den Titel Fairtrade-Kreis tragen und die Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main ist auf Initiative des Vereins „Rhein.Main.Fair“ und mit Unterstützer-Kommunen wie Langen inzwischen zur „Fairen Metropolregion“ ernannt geworden.

www.langen.de/de/fairer-handel.html