Standort Plus Kreis Offenbach

Ideen mit Potenzial

Standort Plus Kreis Offenbach – das ist eine Initiative, in der die Wirtschaftsförderungen des Kreises und der 13 Kommunen, die Kreishandwerkerschaft Stadt und Kreis Offenbach und die IHK Offenbach am Main zusammenarbeiten. Sie vernetzt und unterstützt Gewerbetreibende.

Die Initiatoren sind erste Ansprechpartner der Unternehmen vor Ort für alle Verwaltungsangelegenheiten wie Neuansiedlungen, Baugenehmigungen oder die Versorgung mit leistungsfähigen Internetanschlüssen. Ein zentrales Anliegen von Standort Plus Kreis Offenbach ist es derzeit, gemeinsam mit den Gewerbetreibenden Antworten auf Fragen zu finden, die während der Corona-Pandemie aufgekommen sind, und innovative Ideen weiterzubringen. Davon gibt es eine ganze Reihe, wie die folgenden Beispiele deutlich machen.

www.standortplus.de


Rödermark als Forschungsstandort für die Energienetze der Zukunft

v. l. n. r.: Matthias, Sophia und Fritz Pfeffer, Bürgermeister Jörg Rotter, Wirtschaftsförderer Till Andrießen. / Foto: Stadt Rödermark

Wie wird das Stromnetz digital? Wie kann die Elektromobilität flächendeckend in das Stromnetz integriert werden? Wie begegnet man Hackern, die es angreifen wollen?

Das sind nur einige der Fragen, an denen zukünftig das von der EU geförderte Projekt „Smart Grid LAB“ forschen wird. Das Labor wird in Rödermark auf dem Grundstück des Ingenieurbüros Pfeffer seine Arbeit aufnehmen. Geschäftsführer Matthias Pfeffer ist stolz auf das Projekt im eigenen Haus: „Dass das Smart Grid LAB Hessen bei uns in Rödermark projektiert und errichtet werden darf, zeichnet unsere Fortschrittlichkeit aus, denn wir werden einen großen Teil unserer eigenen Infrastruktur zur Verfügung stellen.“

Das Gemeinschaftsprojekt wurde vom hessischen Innovationscluster House of Energy und seinen Mitgliedern initiiert. Gemeinsam werden Mitarbeiter der Hochschule Darmstadt und zwölf Ingenieure der Projektpartner, darunter vier des Ingenieurbüros Pfeffer, in den nächsten drei Jahren das Stromnetz aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Dabei werden aktive Steuerungsverfahren und alle erforderlichen Funktionalitäten unter Praxisbedingungen getestet und Lösungen für das intelligente Stromnetz (Smart Grid) erarbeitet.


Unternehmen wachsen in Dietzenbach und siedeln sich neu an

Das modernisierte Volvo-Firmengelände in Dietzenbach. / Foto: Volvo Car Germany/Kreisstadt Dietzenbach

Gleich mit zwei großen Namen hat die zentral gelegene und bestens durch Glasfaser versorgte Kreisstadt in der letzten Zeit von sich hören lassen. Während Internet-Gigant Google ein 58.000 Quadratmeter-Grundstück in Dietzenbach gekauft hat, investiert der schwedische Autohersteller Volvo in eine umfassende Modernisierung und einen Neubau.

Nach dem Spatenstich im März 2019 ist der Volvo-Standort Dietzenbach nun voll funktionsfähig und erstrahlt in neuem Glanz. Auf dem 24.100 Quadratmeter großen Areal mit zwei Gebäudekomplexen und großer Freifläche wurde ein neues Servicezentrum errichtet und zugleich das bestehende Trainingszentrum umfassend modernisiert. Volvo hat die Kapazitäten für Veranstaltungen erweitert und mit einem innovativen Arbeitsplatzkonzept ideale Bedingungen für die rund 200 Mitarbeiter geschaffen. Die Gebäude erfüllen Umwelt- und Naturschutz-Standards. Die Technik entspricht den Erfordernissen der wachsenden und sich wandelnden Volvo-Flotte, zu der inzwischen Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge gehören.

Noch gibt es keinen Zeitplan für das Google-Grundstück an der Assar-Gabrielsson-Straße. Die Wirtschaftsförderung der Kreisstadt Dietzenbach ist aber eng in die nächsten Schritte eingebunden. Der Startschuss für die spannende Ansiedlung, die auch weitere Arbeitsplätze für Dietzenbach bedeutet, ist gefallen.


Instagram-Live-Shopping aus Seligenstadt

Inhaberin Alexa Toth präsentiert die Waren ihres Geschäfts „Josie’s Fashion“ persönlich auf Instagram. / Quelle: Alexa Toth

„Gas geben statt jammern. Aufgeben ist für uns keine Option.“ Das ist das Motto von Alexa Toth, Inhaberin von Josie’s Fashion im Herzen von Seligenstadt. Ihr Bekleidungsgeschäft betreibt die 40-Jährige auch während des Lockdowns mit viel Herzblut und positiver Energie.

Zusammen mit Mitarbeiterin Tanja Haas hat Alexa Toth sich einen direkten Kanal zu ihren Kunden über Instagram aufgebaut. Dort präsentiert sie den rund 2.700 Followern fast täglich Outfits in Storys und Live-Videos, sodass eine Art virtueller Katalog entstanden ist. Die Arbeit ist zeitintensiv: Nachrichten beantworten, Videos aufnehmen, Ware verschicken. Aber es lohnt sich. Der Kontakt zu den Kunden ist eng und Toth kompensiert einen Teil des Umsatzausfalls.

Auf Instagram ist sie über
josiesfashion_store erreichbar.