IHK und HfG unterstützten Unternehmen

Hessens erstes „LOEWE“-gefördertes Designprojekt

Auf Initiative der IHK Offenbach am Main und in Kooperation mit der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach wird erstmals in Hessen ein Designprojekt über das hessische Forschungsförderungsprogramm „LOEWE“ gefördert.

Freuten sich über den Zuschlag zur Projektförderung (v.l.n.r.): IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner, IHK-Geschäftsführerin Mirjam Schwan, der Geschäftsführer und Inhaber der InEar GmbH & Co KG, Andreas Schmitt, Tochter Miriam Schmitt, Bereich Design und Entwicklung der InEar GmbH & Co KG, sowie Prof. Frank Georg Zebner von der HfG. Foto: Bicer/IHK.

IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner erklärte: „Wir freuen uns sehr, dass das ,LOEWE‘-Gremium der Entwicklung eines multisensorischen, präventiven Kommunikationssystems der ehemaligen HfG-Studentin Miriam Schmitt und ihres Familienunternehmens InEar GmbH & Co. KG zugestimmt hat. Die Designentwicklung treibt das Unternehmen gemeinsam mit der HfG voran.“ Das Land fördere das mit Kosten in Höhe von 578.758,61 Euro veranschlagte Projekt über einen Zeitraum von knapp drei Jahren mit insgesamt 231.503,44 Euro.

Dieses Projekt wird im Rahmen von „Hessen ModellProjekte“ aus Mitteln der LOEWE – Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben gefördert.

„Mit der Förderlinie ,LOEWE 3‘ werden Modell- und Pilotprojekte zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen hessischen kleinen und mittelständischen Unternehmen und Hochschulen sowie außeruniversitären Forschungseinrichtungen gefördert“, ergänzte Weinbrenner. Dass nun erstmals eine Designhochschule beteiligt sei, spreche dafür, dass Design als Innovationsfaktor endlich wahrgenommen werde.

Schmitt freute sich ebenfalls: „Wir setzen große Hoffnungen in das Kooperationsprojekt. Im Zeitalter der Industrie 4.0 rücken neue Kommunikationswege zur Optimierung der Arbeitsprozesse stärker in den Fokus. Auch die Präventionsmaßnahmen am Lärmarbeitsplatz spielen eine große Rolle, da das Arbeiten an Maschinen erhöhte Unfallrisiken birgt. Das zu entwickelnde Produkt soll helfen, diese Risiken zu minimieren.“
Prof. Frank Georg Zebner, Dekan des Fachbereichs Design der HfG, ergänzte: „Das Projekt umfasst die Entwicklung eines multisensorischen, präventiven Kommunikationssystems für die lärmgeprägte Industrie. Die Verbindung der Digitalisierung der Kommunikationswege mit den Themen Arbeitsschutz und Produktivitätssteigerung ist höchst innovativ. Das Design als Schnittstelle zwischen den Instanzen Mensch-Maschine-Umwelt spielt dabei eine Schlüsselrolle.“

Mirjam Schwan, IHK-Geschäftsführerin International, Innovation und Umwelt: „Frau Schmitt ist für uns keine Unbekannte. Als HfG-Studentin gewann sie 2015 den mit 2.500 Euro dotierten Förderpreis Design to Business der IHK Offenbach am Main.“

Die IHK Offenbach am Main koordiniere auch das hessenweite Designnetzwerk „Design to Business“. „Das Netzwerk unterstützt speziell kleine und mittelständische Unternehmen bei der Entwicklung innovativer Produkte, Dienste und Geschäftsmodelle sowie ihrer Marken und Kommunikationsmittel – das ,LOEWE‘-Projekt steht somit beispielhaft für unseren Ansatz“, so Schwan.

Weitere Informationen zum Netzwerk unter

www.design-to-business.de