Ansporn und Auftrag für die Innenstadtentwicklung

Hessen fördert Offenbach

Mit einem Zuschuss von 1,25 Millionen Euro unterstützt das Land Hessen die Offenbacher Ansätze zur Aufwertung der Innenstadt im Rahmen des Zukunftskonzepts.

Alle Städte kämpfen um den Erhalt von lebendigen, attraktiven Zentren. Offenbach geht dabei mit einer zukunftsorientierten Gesamtstrategie ans Werk. Im August machte sich Hessens Wirtschafts- und Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir (2. v. r.) selbst ein Bild von den Veränderungen in seiner Heimatstadt und lobte die Kreativität der Akteure. / Foto: HMWEVW

Für das nach Angaben des hessischen Wirtschaftsministeriums „beispielhafte Projekt“ der „Station Mitte“ hat Offenbach im neuen Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ den ersten Preis des Landes erhalten, der mit einer Million Euro prämiert ist. Mit 250.000 Euro werden darüber hinaus vier weitere Schlüsselprojekte des Offenbacher Konzeptes gefördert.

Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke erklärt: „Das Zukunftskonzept Innenstadt war eins der allerersten Dinge, die ich als Oberbürgermeister mit dem Verein Offenbach offensiv angegangen bin – in engem Schulterschluss mit Eigentümern, Händlern und Bürgern. Auch was die Station Mitte betrifft, habe ich schon unter der alten politischen Mehrheit in sehr enger Abstimmung mit dem Bau- und Planungsdezernenten Paul-Gerhard Weiß zusammengearbeitet. Es ist natürlich eine sehr große Freude, dass die gemeinsame Arbeit hier in Offenbach jetzt so viel Anerkennung von außen erfährt und Offenbach sich gegen gute andere Konzepte in der Jury durchgesetzt hat.“

Franziska Hoefer, Vorsitzende des von der IHK Offenbach am Main initiierten Vereins Offenbach offensiv, betont: „Das ist eine wunderbare Bestätigung unserer gemein-samen Arbeit an der Zukunft der Offenbacher Innenstadt. Der erste Preis zeigt, dass uns mit dem Zukunftskonzept und den damit verbundenen Projekten etwas Besonderes gelungen ist. Die Auszeichnung und natürlich auch die Fördermittel sind Ansporn und Auftrag für die nächsten Umsetzungsschritte, zum Beispiel beim Projekt Station Mitte.“

Entscheidend ist die Gesamtstrategie

Das Land hatte Anfang 2021 das Programm „Zukunft Innenstadt“ ins Leben gerufen, um die hessischen Städte bei der Bewältigung der Pandemiefolgen zu stärken und negativen Veränderungen in den Stadtzentren durch innovative, zukunftsweisende Konzepte entgegenzutreten. In Offenbach konnte man bei der Bewerbung um die Landesfördermittel auf das Zukunftskonzept Innenstadt mit dem Titel „Offen Denken“ zurückgreifen, das 2020 bereits als Richtschnur für die künftige Entwicklung der Innenstadt beschlossen worden war. Es wurde gemeinsam mit dem Verein Offenbach offensiv unter Beteiligung vieler Innenstadtakteure erarbeitet und beinhaltet Projektideen, die jenseits klassischer Einzelhandelskonzepte neue Nutzungen im Stadtzentrum verwirklichen sollen.

„Die Stärke unseres Offenbacher Ansatzes ist es, dass wir nicht nur an Einzelprojekte denken, sondern diese in eine Gesamtstrategie für das nächste Jahrzehnt einbinden“, sagt Oberbürgermeister Schwenke. „Dafür ist es auch notwendig, Bevölkerung, Händler, Immobilieneigentümer und Nutzer jetzt bei den nächsten Umsetzungsschritten mitzunehmen, denn diese gewaltige Aufgabe schaffen wir nur gemeinsam.“

www.offenbach-offensiv.de