Aufbruch zu neuen Märkten

Gut beraten im Ausland erfolgreich

Neue Märkte bieten neue Chancen. Das Team International der IHK Offenbach am Main steht Unternehmen zur Seite, die sie wahrnehmen wollen.

Andere Länder – andere Märkte – andere Regeln. Die IHK Offenbach am Main unterstützt Unternehmen, die im Ausland erfolgreich sein wollen. Foto: Olena Z – stock.adobe.com

Vom ersten Schritt auf einen Auslandsmarkt bis zum Produktionsaufbau, von zollrechtlichen Fragen beim Ex- und Import bis zu Fördermöglichkeiten: Die IHK hat Informationen für jede Phase des Auslandsgeschäfts. Dabei arbeitet sie Hand in Hand mit ihren internationalen Partnern, den Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) und dem Enterprise Europe Network zusammen.

Michael Wittmann von Komptec in Rodgau, Hersteller von Kompressoren und Druckreglern, berichtet von seinen Erfahrungen: „Unser Ziel ist es, international weiter zu wachsen. Dabei vertrauen wir auf kompetente Partner im Ausland. Die IHK Offenbach am Main hilft uns, diese zu finden. Über das Netzwerk der IHK mit den AHKs haben wir im letzten Jahr am hessischen Gemeinschaftsstand auf der Fachmesse ITM Polska wichtige Kontakte geknüpft. Parallel unterstützt uns die IHK über das Enterprise Europe Network bei der Suche nach ausländischen Geschäftspartnern. Wir sind eine kleine Firma, daher ist es für uns sehr hilfreich, auf die Netzwerke der IHK und ihre Kontakte ins Ausland zurückgreifen zu können.“

Hessen fördert den Mittelstand

Die hessischen Ausfuhren sind 2018 im Vergleich zum Vorjahr um rund zwei Prozent auf knapp 65 Milliarden Euro gestiegen. Weit mehr als die Hälfte aller Firmen erzielen inzwischen über 40 Prozent ihres Umsatzes im Ausland – Tendenz steigend. In Stadt und Kreis Offenbach lag die Exportquote 2017 bei 55 Prozent (Quelle: Statistisches Landesamt). Um diese positive Entwicklung zu fördern und hessische Unternehmen beim Auf- und Ausbau ihres Auslandsgeschäftes zu unterstützen, hat das Land das Länderspezifische Marktberatungsprogramm Hessen (LMH) neu aufgelegt. Es richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 50 Millionen Euro, die nicht mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen.

Gerade diese Zielgruppe verfügt oft nicht oder nur teilweise über die erforderlichen Spezialkenntnisse für ein erfolgreiches Auslandsengagement. Zusätzliches Fachwissen muss eingekauft werden, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Manche Unternehmen zögern jedoch aufgrund der hohen Kosten, externe Beratungen in Anspruch zu nehmen.

Hier setzt das LMH an, indem es einen Zuschuss von bis zu 600 Euro zu den Kosten eines Beratungstages ermöglicht. Pro Kalenderjahr sind in der Regel bis zu fünf Beratungstage förderfähig. Eine Eigenbeteiligung von mindestens 50 Prozent wird vorausgesetzt. Die Beratungen sollen die Absatzchancen im Ausland erhöhen und die wirtschaftlichen Risiken beim Eintritt in neue Auslandsmärkte verringern helfen.

Was wird konkret gefördert?

Förderfähig sind zum Beispiel Beratungen durch die offiziellen AHKs, die weltweit an über 140 Standorten in 92 Ländern vertreten sind. Zum Themenspektrum gehören Markt- und Wettbewerbsanalysen zur Untersuchung des firmen-, produkt- oder leistungsbezogenen Marktpotenzials ebenso wie die Ausarbeitung individueller Vertriebsstrategien oder die Erarbeitung von markt- und länderspezifischen Marketingkampagnen. Außerdem sind die Suche nach Geschäftspartnern, Bezugsquellen und Lieferanten sowie der Auf- und Ausbau einer Präsenz vor Ort inbegriffen.

Aber aufgepasst: Erst wenn die Anzahl der geförderten Beratungstage bewilligt ist und der Zuschussbescheid durch die zuständige IHK vorliegt, darf die Beratung beginnen. Ausnahmen sind nicht möglich. Eine möglichst frühzeitige Kontaktaufnahme mit der IHK Offenbach am Main ist deshalb ratsam.

www.offenbach.ihk.de/P316

Kontakt:

Milena Keuerleber
Telefon (069) 8207-254
keuerleber@offenbach.ihk.de

Der EU-Japan-Handelspakt bringt neue Chancen

Seit dem 1. Februar 2019 ist das EU-Freihandelsabkommen mit Japan (JEFTA) in Kraft. Es ist in Zeiten des weltweit zunehmenden Protektionismus ein starkes Signal für freien Warenaustausch und fairen Handel.

Mit Blick auf das Handelsvolumen ist es das größte Freihandelsabkommen, das die EU je abgeschlossen hat. Unternehmen auf beiden Seiten bekommen neue Wachstumschancen. Im Laufe der nächsten Jahre werden fast alle Zölle zwischen der EU und Japan abgeschafft, der Dienstleistungshandel erleichtert, öffentliche Beschaffungsmärkte geöffnet und die regulatorische Kooperation vereinfacht. Und: Erstmals in einem EU-Abkommen gibt es auch ein Mittelstandskapitel.

Was heißt das für die deutsche Wirtschaft konkret? Marktchancen liegen besonders bei Erzeugnissen, auf die Japan bisher hohe Zölle erhoben hat – zum Beispiel Wein, Teigwaren oder Schokolade (10 Prozent), Käse (30 Prozent) sowie Schuhe und Lederwaren (30 Prozent). Auch die Pharma- und Medizinbranche, Fahrzeuge, Transportausrüster und der Maschinenbau können profitieren. Umgekehrt gibt es für Japan Potenzial im Automobil- und Computersektor sowie bei Elektronikprodukten. Nintendo und Co. könnten also in Zukunft für die Verbraucher günstiger zu haben sein.

Bei der Umsetzung im täglichen Geschäft kann auch bei diesem Freihandelsabkommen der „Teufel im Detail“ stecken. Das EU-Japan-Abkommen beinhaltet zolltechnische Neuerungen, die in der Anwendung komplex sind.

www.offenbach.ihk.de/N745


Webinar zu JEFTA

Einen ersten Einblick in das Handelsabkommen, seine Besonderheiten und die Ursprungsregeln gibt das Webinar „Einführung in das Freihandelsabkommen mit Japan“ der IHK Offenbach am Main.

Termin: Donnerstag, 7. März 2019, 10:00 bis 11:00 Uhr
Anmeldung: bis 6. März 2019
Weitere Informationen: www.offenbach.ihk.de/E12107

Kontakt:

Silvia Schubert-Kester
Telefon (069) 8207-252
schubert@offenbach.ihk.de