Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG): Anhebung der Sofortabschreibungsgrenze ab 2018

Für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) galt bisher die Wertgrenze von 410 €, um die Sofortabschreibung in Anspruch nehmen zu können. Ab 2018 wird diese Grenze für die Sofortabschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern (selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens) auf 800 € netto angehoben.

Um den höheren Grenzwert nutzen zu können, ist es aus steuerrechtlichen Gründen ratsam, die Anschaffung von GWGs in das Kalenderjahr 2018 zu verschieben. Werden nun der Investitionsabzugsbetrag (IAB) und die GWG-Sofortabschreibung miteinander kombiniert, kann der sog. 1.333 – €-Effekt genutzt werden:

  • Minderung durch den Herabsetzungsbetrag (533 €)
  • Minderung durch die Sofortabschreibung (800 €)

Somit kann die GWG-Sofortabschreibung auch noch für Wirtschaftsgüter genutzt werden, die die Wertgrenze von 800 € zwar überschreiten, aber deren Anschaffungs- und Herstellungskosten nicht mehr als 1.333 € betragen. Voraussetzung dafür ist, dass im Jahr 2016 oder 2017 ein IAB gebildet wird.

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