I.L.M weiter auf Erfolgskurs

Geordert wird in Offenbach

Vom 4. bis 6. März 2017 fand die Internationale Lederwarenmesse (I.L.M) in Offenbach statt, auf der 141 nationale und 153 internationale Aussteller ihre Kollektionen für den nächsten Winter präsentierten. Mehr als 6.200 Fachbesucher nahmen die Gelegenheit wahr, um sich zu informieren und vor allem, um Ware zu bestellen.

Reisegepäck verkauft sich in Deutschland nach wie vor besonders gut – berichten die Verbände. Foto: I.L.M

Arnd Hinrich Kappe, der Geschäftsführer der Messe Offenbach, freute sich darüber, dass die I.L.M erneut ausgebucht war, und deutete ihre Beliebtheit so: „Die I.L.M zeichnet aus, dass wir uns hier aufs Geschäft konzentrieren. Das ist eine verlässliche Messe ohne viel ‚Chichi‘. Woanders geht es vor allem um Trends und Konzeptänderungen. Geordert wird in Offenbach.“

Von Wachstum berichtete Axel Augustin, Geschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Lederwaren-Einzelhandels (BLE). Sein Verband schätze, dass 2016 Taschen, Koffer, Schulranzen und Kleinlederwaren im Wert von 2,6 Milliarden Euro an die Kunden abgegeben wurden. Man gehe von einem Umsatzplus von maximal einem Prozent für die Branche aus. Für 2017 sei der Lederwarenhandel zuversichtlich.

Auch in der Lederwaren- und Kofferindustrie hat sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre laut dem Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie e.V. (HDS/L) 2016 fortgesetzt. Es sei ein Gesamtumsatz von 550 Millionen Euro erzielt worden, was einem Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche. Verbands-Geschäftsführer Manfred Junkert erklärte: „Die höchsten Umsatzzuwächse erzielte die Industrie wieder im Ausland: ein Plus von 9,8 Prozent. Im Inland stiegen die Umsätze um 1,5 Prozent.“

Trotz der grundsätzlich guten Stimmung blicke man nicht ganz so optimistisch auf die politischen Entwicklungen bei wichtigen Handelspartnern wie Großbritannien und den USA. Die Tendenz zunehmender Abschottung nationaler Märkte mit der Einführung neuer Handelshemmnisse gefährdeten das Absatzpotenzial im Ausland und Inland gleichermaßen. So erwarten laut einer HDS/L-Umfrage 53,3 Prozent der Hersteller 2017 ein stagnierendes oder rückläufiges Exportgeschäft.