Standortplus Kreis Offenbach

Gemeinsam „Schneller.Stärker.Smarter.“

Gemeinsam „Schneller.Stärker.Smarter.“ – das ist nicht nur das Motto, sondern auch das Selbstverständnis der Wirtschaftsförderung im und für den Kreis Offenbach.

Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich (l.), Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences, und Landrat Oliver Quilling (r.) arbeiten als Partner an der Entwicklung des Kreises. Foto: Kreis Offenbach

Um das Profil des Wirtschaftsstandortes Kreis Offenbach in der Metropolregion FrankfurtRheinMain zu schärfen und zukunftsorientierte Strategien zu entwickeln, haben sich im Jahr 2012 erstmals die 13 kreisangehörigen Städte und Gemeinden, der Kreis Offenbach, die IHK Offenbach am Main sowie die Kreishandwerkerschaft Stadt und Kreis Offenbach entschieden, konstruktiv zusammenzuarbeiten und ein gemeinsames Wirtschaftsförderkonzept zu entwickeln. Das Besondere und vielleicht Einmalige: Die Kommunen kooperieren, obwohl sie tatsächlich untereinander im Wettbewerb stehen, wenn es um die Ansiedlung von Unternehmen und damit um die Gewerbesteuereinnahmen geht.

Zum erfolgreichen Miteinander gehört allerdings noch mehr. Darum wurde von Anfang an über zwei kommunale Foren nicht nur die Politik in das Verfahren eingebunden. Dabei waren auch Vertreter von Unternehmen. Denn sie sind die eigentlichen Träger der Wirtschaft. Sie nutzen den Service der Wirtschaftsförderung vor Ort, sie können definieren, was die Wirtschaft von der Verwaltung braucht. Sie sind letztlich die Fürsprecher für unseren Standort, der mit vielen positiven Standortfaktoren, unter anderem Infrastruktur, Mobilität und Bildung, überzeugt.

Das Wirtschaftsförderkonzept

Erste Ergebnisse aus diesem Austausch, der auch auf anderen Ebenen regelmäßig erfolgt und weiter ausgebaut werden soll, spiegeln sich im Wirtschaftsförderkonzept wider. So definiert es unter anderem die besonderen Kompetenzbranchen vor Ort – Informations- und Kommunikationstechnologie, wissensintensive Dienstleistungen, Maschinenbau und Automotive, Logistik – und es enthält einen Maßnahmenkatalog. Mittlerweile hat die Wirtschaftsförderung ein einheitliches Serviceversprechen formuliert. Es gibt den gemeinsamen Internetauftritt www.standortplus.de. Die zügige Kommunikation zwischen den unterschiedlichen kommunalen Ebenen und Gebietskörperschaften ist selbstverständlich. Direkte Absprachen und kurze Verfahrenswege vermeiden Reibungsverluste für Bestandsunternehmen sowie Neuinvestoren und garantieren schnelle Ergebnisse in der Regel aus einer Hand. So ist das Ziel, Baugenehmigungen innerhalb von 35 Tagen zu erteilen, in greifbare Nähe gerückt. In diesem Jahr soll der elektronische Bauantrag eingeführt und der Breitbandausbau abgeschlossen werden. Hier sind mittlerweile unterschiedliche Anbieter am Start, das fördert den Wettbewerb.

Das kommunale Netzwerk allein ist nicht alles, die Wirtschaft gehört mit an Bord, auch das ist ein Resultat des Wirtschaftsförderkonzepts. Die Unternehmenslandschaft macht den Standort aus im Kreis Offenbach: ein guter Mix aus Global Players, die hier ihre Europazentrale haben, und einem breit aufgestellten Mittelstand, der mehr als 120.000 Arbeitsplätze im Kreisgebiet schafft.

Um hier dauerhaft Austausch zu garantieren, besteht seit Mai 2017 das Cross Innovation Netzwerk, an dem aktuell 16 Unternehmen beteiligt sind. Es bietet kleinen und mittleren Unternehmen eine Plattform, um sich branchenübergreifend auszutauschen und voneinander zu lernen. Dazu wird der Kontakt zu Hochschulen gesucht. 2017 haben die Frankfurt University of Applied Sciences und der Kreis Offenbach eine Vereinbarung über eine konstruktive Partnerschaft unterzeichnet. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Wissenstransfer, um aus dem produktiven Miteinander von Theorie und Praxis und dem Forschungstransfer erfolgreiche Zukunftsprojekte zu generieren.

Erstmals ist damit ein Versuch gestartet worden, ein strategisches Transferkonzept systematisch mit einem Landkreis abzustimmen, um Unternehmen den direkten Zugang zur Hochschule zu eröffnen. Ein Schwerpunkt: qualifizierten Fachkräften Perspektiven zu bieten, um sie dauerhaft in der Region zu halten, den Standort Kreis Offenbach zukunftsfähig zu gestalten und damit „Schneller.Stärker.Smarter.“ zu machen.

Autor:

Oliver Quilling
Landrat Kreis Offenbach
standortplus@kreis-offenbach.de