Das Aus für ISDN

Fünf Tipps für den Umstieg auf IP-Telefonie

Bis Ende 2018 will die Deutsche Telekom alle Kunden auf Internet-Telefonie (IP-Telefonie) umstellen. Zwar ermöglichen manche Anbieter noch eine Gnadenfrist bis 2022, jedoch sollten Unternehmen rechtzeitig mit ihrer Migrationsplanung beginnen.

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Beim Umstieg gilt es, auf einige Punkte zu achten, um einen reibungslosen Geschäftsbetrieb sicherzustellen.

1. Alte Anlage nicht hochrüsten

Zwar ist es möglich, bestehendes ISDN-Equipment übergangsweise auch an einem IP-Anschluss zu betreiben, jedoch ist dies keine zukunftsfähige Lösung. ISDN-Anlagen sind Auslaufmodelle, für die es keine Weiterentwicklung geben wird. Statt hier in eine Zwischenlösung zu investieren, die nicht alle Zusatzfunktionen der neuen IP-Technik bietet und auf Dauer nicht Schritt halten kann, empfiehlt es sich, gleich auf eine neue, reine IP-Anlage zu setzen. Denn die Kosten für eine Aufrüstung der Altanlage sind nicht zwingend günstiger und diese wird dennoch im Laufe der Zeit veralten.

2. Mieten statt kaufen

Die IP-Welt ändert sich ständig und schnell. Um flexibel zu bleiben, empfiehlt es sich, keine neue Anlage zu kaufen, sondern eine Vor-Ort-Anlage zu mieten oder eine Cloud-Lösung zu wählen. Die monatlichen Kosten unterscheiden sich hierbei nicht erheblich. Bei einer Cloud-Lösung bezieht das Unternehmen die Serviceleistung auf Mietbasis und der Anbieter hält die Anlage bei sich vor Ort auf dem aktuellen Stand der Technik. Verbundene Wartungs- und Stromkosten im Unternehmen selbst entfallen. Ein weiterer Vorteil eines Mietmodells besteht in der steuerlichen Absetzbarkeit: Im Gegensatz zu einer einmaligen Investition in entsprechende Hardware können die Mietkosten als laufende Kosten abgesetzt werden.

3. Sanfte Migration

Wählen Sie einen Anbieter, der eine sanfte Migration durchführen kann und nicht auf einen Schlag alles umstellt. Dabei existieren vorübergehend beide Technologien parallel. Erst wenn alles eingerichtet ist und alle internen Tests erfolgreich waren, wird komplett auf IP-Telefonie umgestellt. Dies vermeidet den Totalausfall der Telefonanlage im laufenden Geschäftsbetrieb.

4. Schnelle Internetverbindung

Eine schnelle Internetanbindung, die speziell auf IP-Telefonie ausgerichtet ist, verhindert, dass Gespräche stocken oder abreißen. Der Anlageneinrichter kann die benötigte Telefonanlage und die entsprechende Bandbreite genau aufeinander abstimmen.

5. Peripherie-Geräte prüfen lassen

Außerdem sollte der Anlageneinrichter prüfen, ob und wie Peripherie-Geräte wie Gegensprechanlagen, Türklingel oder Fahrstuhl in die IP-Welt eingebunden werden können.

IP-Telefonie bietet mit der hohen Flexibilität und Skalierbarkeit sowie hilfreichen Zusatzfunktionen viele Pluspunkte im Geschäftsalltag. Zugleich gilt auch hier: Wer billig kauft, kauft zweimal. Deshalb sollte der IP-Anlageneinrichter nicht nur über den Preis ausgewählt werden.

Autor:

Marten Krull
Telefon (040) 5727-6767
www.ipdynamics.de