Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen

Experten beantworteten Unternehmerfragen

Die IHK Offenbach am Main informierte am 25. April 2016, gemeinsam mit Vertretern der kommunalen Jobcenter „MainArbeit“ und „ProArbeit“, der Offenbacher Agentur für Arbeit (BA) sowie den Ausländerbehörden, rund 80 Unternehmer über die Möglichkeiten der Ausbildung und Beschäftigung von Flüchtlingen.

Berieten die anwesenden Unternehmensvertreter (v.l.n.r.): Klaus-Peter Klein, Ausländerbehörde Kreis Offenbach, IHK-Projektleiterin Jana Maria Kühnl, Lena Speckmann, Arbeitsagentur Offenbach und Arbeitsmarktbüro, Shirin Teherani, „ProArbeit“ Kreis Offenbach und Arbeitsmarktbüro, Charlotte Buri, „MainArbeit“ Offenbach, Norbert Euler, Ausländerbehörde Stadt Offenbach, und IHK-Geschäftsführer Friedrich Rixecker. Foto: Linke/IHK.

IHK-Geschäftsführer für den Bereich Aus-und Weiterbildung, Friedrich Rixecker, betonte in seiner Begrüßung: „Die Wirtschaft in der Region Offenbach ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und Flüchtlinge in Ausbildung und Beschäftigung zu integrieren. Dafür hat die IHK ein eigenes Projekt mit dem Titel ,Integration von Flüchtlingen in Ausbildung und Beschäftigung‘ ins Leben gerufen.“

Die Leiterin dieses IHK-Projektes, Jana Maria Kühnl, berichtete: „Wir haben mittlerweile rund 100 Unternehmen, die gerne einen Flüchtling beschäftigen oder ausbilden würden, und es kommen täglich neue hinzu.“ So habe die Bull GmbH aus Langen mit einem Flüchtling einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Die Mühlheimer Bürgerhaus Gesellschaft mbH sowie weitere fünf Unternehmen hätten je einem Flüchtling einen Praktikumsplatz mit Option auf eine Festanstellung bereitgestellt.

Die Vertreter von „MainArbeit“, „ProArbeit“, der BA und der Ausländerbehörden beantworteten den Unternehmern alle Fragen rund um bürokratische und gesetzliche Angelegenheiten. So mache es bei der Beschäftigung eines Flüchtlings einen Unterschied, ob sich ein geflüchteter Mensch noch im Asylverfahren befinde oder bereits einen anerkannten Asylstatus habe. Falls er sich noch im Asylverfahren befinde, so spiele vor allem eine Rolle, wie lange er schon in Deutschland sei. „Ist der Flüchtling noch keine 15 Monate in Deutschland, muss eine sogenannte Vorrangprüfung vorgenommen werden. Alle Hilfsarbeiterjobs kommen zunächst also nicht in Frage“, betonte Lena Speckmann vom Arbeitsmarktbüro des Kreises Offenbach und der Agentur für Arbeit Offenbach.