Zukünftige Mitarbeiter mit interkultureller Kompetenz

Einblicke in andere (Arbeits-)welten

Die IHKs Offenbach und Kawagoe in Japan fördern den Austausch von Praktikanten. Die jungen Menschen lernen die fremde Arbeitskultur kennen. Den teilnehmenden Firmen bringt der weltoffene Fachkräftenachwuchs frische Ideen und Kontaktmöglichkeiten.

Die Kollegen aus dem Bauunternehmen, die Mitarbeiter der IHK Kawagoe und seine Gastfamilie brachten dem deutschen Studenten auch in der Freizeit die japanische Kultur nahe. An dem traditionellen Fest Kawagoe Matsuri nahm er mit einem eigenen Wagen teil. Foto: Prinzen

Ende 2019 absolvierte Robert Prinzen aus Obertshausen sein Praktikum in der Bau- und Architekturfirma Iwahori Kensetsu. Betreut wurde er in dieser Zeit von der IHK Kawagoe. Untergebracht war er bei einer Gastfamilie.

Der Student der Geowissenschaften an der Frankfurter Goethe-Universität berichtet: „Das Unternehmen mit 46 Mitarbeitern plant und designt Gebäude nach Kundenwunsch. Anschließend leitet und koordiniert es die Bauarbeiten.“ Zur Zeit seines Aufenthalts seien die Erweiterung einer Logistik-Halle sowie das Nishiguchi-Projekt des Bahnhofs Kawagoe, eines der höchsten Gebäude in der Stadt, die wichtigsten Bauvorhaben gewesen.

Der 25-Jährige lernte alle Abteilungen des Unternehmens kennen und probierte unter anderem aus, mit einer 3D-Software Skizzen und Lagepläne zu erstellen. Auch zu Nachuntersuchungen von Gebäuden und Kundengesprächen begleitete er seine japanischen Kollegen. Auf den beiden größten Baustellen habe er je eine Woche lang „den sehr geregelten Baustellenalltag“ miterlebt. Als besonderes Highlight beschreibt er einen Ausflug nach Kumamoto/Kyushu, wo Iwahori einen Solarpark baut. Per Drohne wurden Fortschritte kontrolliert und aufgenommen.

„Auch wenn ich schon mehrere Male in Japan gewesen bin, war die Praktikumszeit eine besondere Zeit mit sehr vielen bleibenden Eindrücken. So stehe ich nun mit einer riesigen Sammlung an Visitenkarten, unglaublich vielen Erfahrungen, neuen Freunden und Bekannten und stark verbesserten Sprachkenntnissen da“, schreibt Prinzen in seinem Praktikumsbericht.

Robert Prinzen war unter anderem auf zwei großen Baustellen in Kawagoe im Einsatz. Foto: Prinzen