Unterschiedliche Motive für Transformation

Ein Thema, zwei Strategien

Wasserstoff ist ein Schwerpunktthema der Energiepartnerschaft zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und dem japanischen Ministry of Economy, Trade and Industry (METI).

Jana Narita 

ist Projektleiterin im Forschungs- und Beratungsinstitut Adelphi. Sie unterstützt den energiepolitischen Dialog des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit Japan und Südkorea.

Japan veröffentlichte seine Wasserstoffstrategie bereits im Jahr 2017. Deutschland zog dieses Jahr nach. Der Ansatz beider Länder ist dabei sehr unterschiedlich: Während der Hauptbeweggrund Deutschlands das Erreichen der Klimaschutzziele ist und somit der Fokus auf der Förderung von „grünem Wasserstoff“ aus erneuerbaren Energien liegt, steht in Japan vor allem die Diversifizierung der Energieversorgung im Vordergrund. Dementsprechend hat Japan bislang auch deutlich weniger Erfahrung mit Power-to-X-Technologien (Anm. der Redaktion: Verfahren zur Speicherung oder sonstigen Nutzung von Stromüberschüssen bei Überangeboten aus variablen, erneuerbaren Energien) als Deutschland und das Augenmerk liegt eher auf der Anwendungsseite, zum Beispiel den Brennstoffzellenfahrzeugen.

Japan ist auch schon im Bereich des internationalen Transports von Wasserstoff aktiv. Dieser wird für beide Länder zukünftig eine wichtige Rolle spielen, denn Importe werden notwendig sein, um den eigenen Bedarf zu decken.

Autorin

Jana Narita
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