Finnlands Digitalisierungs- und Start-up-Szene entdecken

Ein Blick in den digitalisierten Norden

Die finnische Regierung setzt verstärkt auf die Internationalisierung der hochentwickelten IT-Branche des Landes. Die Deutsch-Finnische Handelskammer (DFHK) in Helsinki bietet mit einer „Digitalisierungspartnerschaft“ Kontakte für Technologietransfer und Kooperationen. Die Start-up-Szene mit der internationalen Investoren- und Technologie-Konferenz „Slush“ am 4. und 5. Dezember 2018 in Helsinki birgt weitere Entdeckungen.

Finnland ist Vorreiter in Sachen Digitalisierung. Foto: niyazz – stock.adobe.com

„Für deutsche Unternehmen lohnt sich der Blick in den digitalisierten Norden, denn während in Deutschland mit ‚Industrie 4.0‘ noch immer vor allem die Digitalisierung von Produktionsprozessen betrachtet wird, entwickeln finnische Unternehmen Produkte und Dienstleistungen mit dem breiteren Verständnis eines industriellen Internets“, analysiert Marc Lehnfeld von der Agentur Germany Trade and Invest (GTAI) in Berlin. Der Großteil der finnischen Firmen im industriellen Internet entwickelt vor allem Kommunikationstechnologie sowie IT-Hard- und Softwarelösungen. Die Spezialisierung der Unternehmen ist hoch und reicht von IoT („Internet of Things“) -Software oder der Datensicherheit über Cloud-Lösungen und „Big Data“-Analysen bis hin zur Netzwerktechnik.

Deutschen Firmen, die an Kooperationen interessiert sind, bietet die DFHK in Helsinki über eine „Digitalisierungspartnerschaft“ den direkten Zugang zu den finnischen Unternehmen. Das Programm wurde bereits 2016 gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der finnischen Zentralhandelskammer gegründet. Die IHK Offenbach am Main bot mit einem finnisch-hessischen Unternehmerforum zum Thema „Digital Business Innovation“ im Februar die Gelegenheit, persönliche Kontakte zu knüpfen.

Treffpunkt der Start-up-Welt

Der Niedergang des einstigen Handy-Weltmarktführers Nokia war zugleich Katalysator für die Gründung zahlreicher Technologie-Start-ups. Mit Kollaborationsräumen und Initiativen wie der „Start-up Sauna“ oder der „Design Factory“ der Aalto-Universität, wo die Disziplinen Wirtschaft, Ingenieurwissenschaften und Design seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeiten, wurde ein funktionierendes Ökosystem geschaffen. Aus diesem ist mit „Slush“ mittlerweile die größte internationale Start-up-Konferenz hervorgegangen. 2017 kamen 20.000 Teilnehmer nach Helsinki, aus europäischen Ländern, aber auch aus Asien und Nordamerika. Insgesamt beteiligten sich 2.600 Start-ups und 1.500 Investoren aus 130 Ländern rund um den Erdball.

Aus Deutschland sind 2018 mehrere Bundesländer bei „Slush“ präsent. Eine Geschäftsreise hessischer Start-ups, die Investoren und Partner für ihr Wachstum suchen, ist geplant. Angesprochen sind außerdem mittelständische Unternehmen, die Partner finden und neue Impulse aus der weltweiten Start-up-Szene aufnehmen möchten. Interessenten melden sich jetzt bei der IHK Offenbach am Main.

Slush

Internationale Investoren- und Technologie-Konferenz

Termin: 4. und 5. Dezember 2018
Ort: Helsinki

www.slush.org

Kontakt:

Mirjam Schwan
Telefon (069) 8207-251
schwan@offenbach.ihk.de