Aufbruch in Offenbach

Die Innenstadt neu denken

Der IHK-Verein Offenbach offensiv und die Stadt Offenbach arbeiten gemeinsam an einem Zukunftskonzept für die Innenstadt. Eine öffentliche Auftaktwerkstatt am 24. Januar 2019 in der 30. Etage des City Towers war der Startschuss zum Projekt.

Offenbach-offensiv-Geschäftsführer Frank Achenbach begrüßte die Teilnehmer an der Auftaktwerkstatt und lud zum Mitarbeiten an den Thementischen ein. Fotos: Arens-Dürr/IHK

Wie wird die Innenstadt der Zukunft aussehen? Was zieht Besucher künftig in die City, wenn wir immer mehr im Internet einkaufen? Auf diese und viele weitere Fragen soll das Zukunftskonzept Innenstadt Antworten aufzeigen. Rund 250 Besucher kamen im Januar zusammen, um ihre Anregungen einzubringen.

Beim Auftakt ging es insbesondere um eine Bestandsaufnahme. Was lockt uns in die Offenbacher Innenstadt? Was sind Highlights, wo gibt es Handlungsbedarf? Mit Legosteinen, Bindfäden, sogar mit Kaffeebohnen wurde an fünf Stationen hantiert. Das Hamburger Planungsbüro Urbanista, das im Auftrag von Stadt und Verein den Prozess begleitet, wollte auch den Spaß nicht zu kurz kommen lassen. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet.

Bis zur nächsten öffentlichen Werkstatt im Frühjahr arbeitet eine rund 20-köpfige Diskussionsgruppe vertiefend an dem Konzept. In diesem „Zukunftsclub“ sind Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen vertreten: Einzelhändler, Hauseigentümer und Gastronomen ebenso wie Kulturtreibende, Experten für Architektur und Stadtentwicklung oder von Hochschulen. „Diese Vielfalt ist wichtig, damit wir die unterschiedlichen Bedürfnisse im Blick haben“, so Dr. Julian Petrin von Urbanista. Im April werden die ersten Überlegungen vorgestellt und Rückmeldungen entgegengenommen. Bis zum Sommer soll das Konzept stehen.

Offenbach-offensiv-Geschäftsführer Frank Achenbach erläutert: „Wir befinden uns mitten in einem Strukturwandel. Der Aufbruch in die Zukunft wird einige schmerzhafte Veränderungen bringen, die heute schon sichtbar werden. Veränderung kann aber auch Chancen bedeuten. Mit dem Konzept wollen wir diese sichtbar machen und für Offenbach nutzen.“

Die Besucher der Auftaktveranstaltung beteiligten sich lebhaft an den Thementischen und in Diskussionen.

Für Mark Pegels ist die Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone zu niedrig. „Es gibt zu viel Beton und viel zu wenig Möglichkeiten zum Sitzen“, klagt er. Die roten Sessel, die im Sommer auf dem Aliceplatz stehen, sind für ihn nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

„Offenbach muss mehr sein als der Wilhelmsplatz“, steht für Alexandra Tomas fest. An der Arbeitsstation „Use Cases“ diskutierte sie mit Matthias Kellner darüber, wo die Grenzen der Offenbacher Innenstadt liegen und ob das Nordend oder der Hafen noch dazugehören.

Barbara Levi-Wach wünscht sich mehr unkonventionelle Platzgestaltung. Ihr fehlen „Sachen, die das Angucken lohnen“. Was die Beteiligung der Bevölkerung angeht, könne Wien Vorbild sein. Allerdings – so sagt sie – unterscheiden sich die Bestimmungen in Österreich stark von denen in Deutschland. Fotos: Arens-Dürr/IHK

Zweite öffentliche Werkstatt

Es geht weiter mit dem Zukunftskonzept. Kommen, diskutieren, mitgestalten!
Termin: 6. April 2019 ab 14 Uhr
Ort: 30. Stock des City Towers, Berliner Straße 76

Kontakt:

Laura Becker
Telefon (069) 8207-246
becker@offenbach.ihk.de
www.offenbach-offensiv.de