Aktuelle IHK-Konjunkturumfrage für die Region Offenbach

Die Dynamik lässt nach

Zum Frühsommer 2019 kühlt sich die konjunkturelle Stimmung in der Region Offenbach ab. So lautet das Ergebnis der IHK-Konjunkturumfrage. Nicht nur die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage, sondern auch die schwächere Einschätzung von Export, Beschäftigung und Investitionen lassen Rückschlüsse auf eine verhaltene wirtschaftliche Entwicklung im Verlaufe des Jahres zu.

„Positiv hervorzuheben ist, dass der hohe Beschäftigungsstand und steigende Löhne das Konsumklima begünstigen und somit der strukturell schwächelnde Einzelhandel zur Mitte des Jahres wieder etwas an Boden gewinnen kann“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner.

Außenhandel schwierig

Insbesondere aber die „weiter schwelenden Handelskonflikte und der in der Ausgestaltung immer noch unklare Brexit“ stellen große Herausforderungen für international tätige Unternehmen dar. „Weder zwischen China und den USA noch zwischen der EU und den USA sind weitere Eskalationen im Handelsstreit ausgeschlossen. Insgesamt wird das außenwirtschaftliche Umfeld zunehmend unkalkulierbar“, verdeutlicht Weinbrenner.

Die Wirtschaft braucht ein starkes Europa, geprägt durch freie Märkte, Wettbewerb und politische Stabilität.

Ob dies bereits die Vorzeichen einer anstehenden Rezession seien oder es sich nur um eine kleine konjunkturelle Atempause vom Aufwärtstrend handele, lasse sich nicht abschließend beurteilen. „Zwei grundsätzliche Aspekte zur Stärkung der wirtschaftlichen Entwicklung lassen sich jedoch herausstellen. Erstens, die Wirtschaft braucht ein starkes Europa, geprägt durch freie Märkte, Wettbewerb und politische Stabilität. Auf globale Herausforderungen braucht es gemeinsame europäische Antworten, um die verbindenden Werte und wirtschaftlichen Interessen zu verteidigen. Zweitens, eine Erhöhung der Qualität als Wirtschaftsstandort mit attraktiven Rahmenbedingungen für Unternehmen ist notwendig“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Einige Ansätze möglich

Dazu gehöre, neben einer leistungsfähigen Infrastruktur und der Reduktion von Bürokratie, auch ein geeignetes Umfeld für mehr private Investitionen. „Zum Beispiel durch eine Senkung der Steuerbelastung oder Möglichkeiten zur technologieoffenen steuerlichen Forschungsförderung, um Impulse für Innovationen zu setzen“, erläutert Weinbrenner.

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