Erfolgsfaktor Innovations- und Transformationsfähigkeit

Den Wandel professionell gestalten

Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit, demografische Entwicklung – das sind einige der Megatrends, die unsere Markt- und Wettbewerbsbedingungen radikal verändern. Sie zwingen Unternehmen immer wieder zum fundamentalen, dauerhaften Wandel – zu Transformationen.

Silke van den Boom 

Die Autorin Silke van den Boom unterstützt Unternehmen als Interimsmanagerin und Projektleiterin.

Transformationen führen zum Beispiel zu neuen Prozessen, Produkten, Absatzmärkten, Zielgruppen oder Kosteneinsparungen. Sie erfordern Know-how, denn es geht nicht darum, an einigen Stellschrauben zu drehen, sondern elementare Einschnitte vorzunehmen. Grundsätzlich wird die Innovations- und Transformationsfähigkeit zum wesentlichen Erfolgsfaktor für Unternehmen.

Die Basis ist eine zielgerichtete realistische Transformationsstrategie, die sich in die Unternehmensstrategie einfügt. Darüber muss in der Geschäftsführung unbedingt Einigkeit bestehen.

Ein Auftraggeber aus der Unternehmensleitung entscheidet über den Start der Organisationsentwicklung und benennt den Transformationsverantwortlichen: einen erfahrenen Projektleiter, den die Geschäftsführung unterstützt und der über Qualitäten wie strategisches Denken, Ziel- und Ergebnisorientiertheit, selbstsicheres und diplomatisches Auftreten, Kommunikations-, Präsentations- und Begeisterungsfähigkeit verfügt. Er muss seine Kollegen ohne explizite Führungsverantwortung leiten können und kooperationsbereit sein. Diese Aufgabe kann auch ein externer Interimsmanager übernehmen, der einen objektiven Blick mitbringt sowie das relevante Handwerkszeug und die Erfahrung. Da in diesem Fall kein Mitarbeiter für das Transformationsprojekt freigestellt werden muss, bleiben die internen Abläufe unberührt. Alternativ können externe Berater, Coaches oder Trainer zur Unterstützung des Projektteams beauftragt werden.

Eine Steuerungsgruppe, die idealerweise in der Geschäftsführung angesiedelt ist, kooperiert mit dem professionell und agil arbeitenden Projektteam und stellt Personal, Ressourcen und Budget zur Verfügung.

Außerdem bestimmt die Geschäftsführung Unterstützer für das Projekt, zum Beispiel aus den Bereichen IT, Controlling, Kommunikation und Marketing. Sie garantieren den Transformationsthemen Vorrang vor dem Tagesgeschäft.

Fallstricke vermeiden

Es ist herausfordernd, einen Transformationsprozess umzusetzen und die Mitarbeiter durch ihn zu führen. Wenn sie nicht richtig abgeholt werden und „verloren gehen“, scheitert die Transformation. Tiefgreifende Veränderungen verlangen vom Team viel Flexibilität und Weiterbildungsbereitschaft. Wenn die Mitarbeiter erleben, wie sich Arbeitsprozesse, Aufgaben, Kompetenzen und Privilegien wandeln, kann Widerstand keimen. Davor schützt ein von der Geschäftsleitung erarbeitetes, gelebtes und begleitendes Kommunikationskonzept. Es informiert über Ziele, Sinn, Nutzen und Vorgehensweise. Seine Inhalte werden regelmäßig über alle Stufen der Hierarchie zu den Mitarbeitern getragen. Nie dürfen Informationen auf bestimmten Ebenen „versanden“.

Ein Scheitern droht auch dann, wenn die Zieldefinition unklar ist oder kein solides Controlling anhand spezifischer messbarer Kennzahlen (KPIs) für alle Bereiche der Transformation stattfindet. Es muss regelmäßig geprüft werden, ob der angestrebte Erfolg erreicht wurde. Bei Bedarf werden Ziele und Maßnahmen agil angepasst.

Autorin

Silke van den Boom
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