Kamikaze Digital Marketing mit neuartigem „Eye Tracking“

Den Blick genau im Blick

„Eye Tracking“ – zu Deutsch Blickerfassung – ist ein Analyseverfahren, das häufig eingesetzt wird, wenn Internetseiten, Anzeigen oder andere Objekte auf Nutzbarkeit und Effizienz getestet werden. Es misst, wohin und wie lange eine Testperson beispielsweise beim Betrachten einer Website als Erstes hinschaut.

Was nimmt der Kunde wirklich wahr? Was gelangt ins Bewusstsein? Foto: Fotolia

Bisher war der Aufwand dafür groß, das Prozedere eher unangenehm. Das soll sich ändern. „Wir haben als erste Werbeagentur bundesweit ein neues System im Portfolio: Es nennt sich ‚Eye Hyper-Tracking‘. Die Idee dahinter lautet: Tests angenehmer, bezahlbarer und zuverlässiger zu gestalten“, berichtet Katja Ratzmann, Geschäftsführerin von Kamikaze Digital Marketing aus Neu-Isenburg.

Beim bisherigen Verfahren fänden zeitaufwändige Tests am Monitor statt, in geschlossenen Räumen. Der Kalibrierungsaufwand an den eingesetzten Geräten erhöhe die Testzeit und damit auch die Kosten für den Auftraggeber. Testpersonen empfänden das Verfahren bislang als unangenehm. Der Kopf sei früher sogar zum Beispiel vor einem Monitor fixiert oder in einen schweren Helm gepackt worden.

Laut Ratzmann arbeitet ihr Unternehmen nun mit unauffälligen, komfortablen „Eye Tracking“-Brillen. Gemeinsam mit einem Kooperationspartner biete Kamikaze Digital Marketing eine bezahlbare Alternative zu herkömmlichen Tests. „Eye Hyper-Tracking“ mache es möglich, Anzeigen, Internetseiten oder andere Objekte im stationären wie im Online-Handel relativ kurzfristig und zuverlässig zu testen – mit geringem Aufwand, günstig und so gut wie überall einsetzbar.

Außerdem erlaube die verbesserte Methode neue Analysen und Messungen. Das Erfassen der kleinsten, aber oft aussagekräftigsten Reaktion der Pupille sei mit den bisher üblichen Technologien unmöglich gewesen. Jetzt sehe man erstmals, was wahrgenommen wird und wann das Gesehene die Wahrnehmungsschwelle durchbricht. „Ab wann nehmen wir Gesehenes wirklich wahr? Was bleibt im Bewusstsein hängen? Was stört unser Blickfeld? Wovon fühlen wir uns angezogen? Wie orientieren wir uns in unserer Umgebung?“ nennt sie die Fragen, auf die ihre Kunden nun Antworten bekommen sollen. „Wir gehen weit über die einfache Blickmessung hinaus: Der Moment der subjektiven Reaktion wird genau erfasst. Die Messungen sind manipulationssicher und werden untermauert mit zahlreichen Daten, die durch die Pupille des Betrachters millisekundengenau entstehen.“

Ratzmann schildert den Einsatz in einem Testmarkt: „Es standen optische Unterstützungen auf dem Prüfstand, die den Kunden Orientierungshilfen geben und den Einkauf einfacher und angenehmer gestalten sollen. Dazu zählten zum Beispiel farblich gekennzeichnete Regale mit Beschriftungen. Der Test zeigte deutlich, dass die angebotenen Hilfen kaum wahrgenommen wurden. Stattdessen orientierten sich die Kunden mehr an den Preisschienen oder der Produktanordnung in Regalen. Eine umfangreiche Analyse der aufgezeichneten Daten offenbarte ein anderes Kaufverhalten als das zuvor angenommene.“ Das „Eye Tracking“ helfe also unter anderem, Investitionen in aufwändige Umbauten zu vermeiden, die nicht den gewünschten Erfolg erreichen.

„Es bleibt spannend, denn bis 2018 wird diese Technologie noch viel weiter entwickelt werden. Sogar Emotionen wie relevant, irrelevant, interessant, gefährlich sollen dann erfasst werden können“, stellt sie in Aussicht.

Informationen im Internet unter:

www.kamikaze-digital.de.