Ideal für den Firmen-Fuhrpark

Das Rad mit dem großen Plus

Gerade in Innenstädten mit viel Verkehr und wenig Parkplätzen ist ein Lastenrad eine gute Alternative oder Ergänzung zum Firmenwagen.

Die Vorteile des Fortbewegungsmittels, ob es mit reiner Muskelkraft oder zusätzlich mit einem E-Motor angetrieben wird, liegen auf der Hand. Gegenüber einem normalen Fahrrad bietet es deutlich bessere Transportmöglichkeiten.

Selbst ein hochwertiges Lastenrad mit E-Motor ist in Anschaffung, Unterhalt und Verbrauch kostengünstiger als ein Auto. Auf dem Radweg schnurrt es an Ampelschlangen vorbei und darf gegen für Räder freigegebene Einbahnstraßen fahren. Eine Abstellmöglichkeit ist meist schnell gefunden. Bei Distanzen von wenigen Kilometern genießt sein Nutzer so gut wie immer einen Zeitvorteil. Laut dem Umweltbundesamt zeigen Untersuchungen aus deutschen Großstädten, dass 40 bis 50 Prozent der Autofahrten über eine Strecke von weniger als fünf Kilometern Länge führen. Sie liegen damit in einem Entfernungsbereich, in dem Fahr- und Lastenräder die schnellsten Verkehrsmittel sind.

Darüber hinaus profitieren die Gesundheit des Fahrers und die Umwelt vom „Umsatteln“. Nicht zuletzt leistet ein Unternehmen, das ein Lastenrad einsetzt, einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit und verbessert sein Image.

Birgit Fabry führt Velocultour gemeinsam mit ihrem Ehemann Holger. Sie verfügen über ein breites Know-how zu Lastenrädern und helfen beim Leasen. Foto: Velocultour

Per Leasing zum Lastenrad

Birgit Fabry, Geschäftsführerin von Velocultour in Dreieich, hat unter anderem Lastenräder im Angebot und sagt: „Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig – beispielsweise im innerbetrieblichen Transport, im Lieferservice von Restaurants oder Kurierdiensten, für Kundenbesuche von Handwerksbetrieben. In der aktuellen Corona-Krise ist ein Lastenrad ideal zur Auslieferung von Lebensmitteln. Es ist einfach eine nachhaltige Alternative zum Kraftfahrzeug.“ Ein Modell mit solider Grundausstattung, das sich für die gewerbliche Nutzung eignet, gebe es ab etwa
3.500 Euro.

Allerdings sind die Unterschiede in Kapazität, Ausführung und Ausstattung deutlich. Für die Auswahl sind die jeweiligen Bedürfnisse und vorgesehenen Einsatzbereiche maßgeblich. „Mit einem E-Lastenbike geht es viel einfacher. Der Transport ist für den Fahrer erheblich schneller und komfortabler. Die Motorunterstützung ist unschlagbar attraktiv, da sie dem Fahrer Kräfte spart und auch schwere Lasten transportierbar sind“, sagt
die Händlerin.

Wie ein Pkw oder Lieferwagen kann ein Lastenrad geleast werden. Fabry und ihr Team kümmern sich um die Vertragsdetails. „Wir bieten ein komplettes Service- und Versicherungspaket an. So wird die Investition sehr gut kalkulierbar.“ Darüber hinaus weist sie auf die Möglichkeit des Dienstrad-Leasings für Mitarbeiter hin. Der Preisvorteil könne hier bis zu 48 Prozent im Vergleich zum Kauf betragen. Im Bikeleasing sei als Basis eine Versicherung Pflicht, die Diebstahl, Vandalismus und Unfall abdeckt. Darüber hinaus ist eine Mobilitätsgarantie bis zu 150 Euro enthalten. „Das bedeutet, dass man bei einer Panne einen Transportservice in Anspruch nehmen kann“, erklärt Fabry. „Bei der Premium-Plus-Versicherung ist der komplette Verschleiß abgedeckt. Weiterhin kann man die Inspektionen mit dazu nehmen. Die sind im Velocultour Bikeleasing-Konzept ohnehin inkludiert“, berichtet sie. Zu „Bike-Days“ bringt sie eine Auswahl an infrage kommenden Rädern auf die Firmengelände von Interessenten mit und berät individuell.

www.velocultour.de

Das Convercycle Bike ist schnell vom City-Bike in ein Lastenrad verwandelt. Foto: Convercycle Bikes

Wunderbar wandelbar

„Wir sind ein Team aus Produktdesignern, Ingenieuren, Projektmanagern und Kreativen aus Frankfurt am Main und Offenbach, das die Zweiradmobilität im urbanen Raum revolutionieren möchte“, ist auf der Internetseite von Convercycle Bikes zu lesen. Was sie entwickelt haben, ist ein Two-in-one-Rad, das die Vorteile eines kurzen und wendigen Stadtrads (City-Bike) mit den Transportmöglichkeiten eines Lastenrads (Cargo-Bike) vereint.

Mit nur einem Handgriff – so die Anbieter – lässt sich das Hinterrad des Gefährts komplett ohne Werkzeug oder großen Kraftaufwand aus einer korbähnlichen Struktur ausklappen. Dadurch entsteht hinter dem Sattel eine Ladefläche, die den Transport von Lasten auch in 40-mal-60-cm-Euronormboxen mit bis zu 60 kg erlaubt (zulässiges Gesamtgewicht: 180 kg für Gepäck plus Fahrer und Fahrrad). Wird sie nicht benötigt, ist das Hinterrad schnell wieder in den Korb geklappt.

Das Convercycle Bike lässt sich im City- und im Cargo-Modus komfortabel fahren und beladen. Im eingeklappten Modus ist es gut im öffentlichen Nahverkehr oder in Aufzügen transportierbar. Es passt in normale Fahrradständer. Auf seinem Hinterbau hochkant aufgestellt wird es platzsparend zum Beispiel im Wohnungsflur untergebracht.

Eine besondere Gitterrohrrahmen-Konstruktion aus hochwertigem Stahl garantiert hohe Stabilität. Vor allem die auf Dreiecken basierende Geometrie des Lastenkorbs ist aus statischer Sicht ein Vorteil. Zusätzlich stabilisieren mehrere Verriegelungsmechanismen das Rad im ein- und ausgeklappten Zustand. Mit dieser Ausstattung ist es für die gewerbliche Nutzung geeignet.

„Unter unseren Kunden sind Hotels und Gastronomiebetriebe, mittelständische Handwerksbetriebe, Architekturbüros, produzierende Unternehmen mit größeren Firmengeländen, Lieferdienste sowie Erlebnis- beziehungsweise Freizeitanbieter“, berichtet David Maurer-Laube, studierter Produktdesigner von der Hochschule für Gestaltung Offenbach und Erfinder des Convercycle Bikes.

Der Wartungsaufwand für das Convercycle Bike ist mit dem eines herkömmlichen Fahrrads oder E-Bikes vergleichbar. Beim Bau werden Standardkomponenten verwendet. Auch alle Verschleißteile, die den klappbaren Antrieb ermöglichen, sind Standardteile aus dem Fahrradbau. Demnächst soll passgenaues Zubehör verfügbar sein. Ein Inlay soll im City- und im Cargo-Modus zum Beladen verwendet werden können. Außerdem sind ein Kindersitz, eine Kindersitzbank für zwei Kinder, eine verschließbare Box, eine Tiertransportbox, ein Regenschutz sowie Packtaschen
geplant.

www.convercycle.com