Bürocontainer: Mieten oder kaufen?

Nicht nur als klassisches Polierbüro auf der Baustelle machen Container Sinn – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig

Sie sind schnell aufgebaut, flexibel einsetzbar und gehören seit Jahrzehnten auf jede größere Baustelle: Bürocontainer. Die Einsatzmöglichkeiten werden immer vielfältiger: Auch als Messestände oder Übergangslösungen für Fabrikgelände eignen sich Container, als Klassenzimmer für sanierungsbedürftige Schulen werden sie ebenfalls genutzt. Mittlerweile gibt es die Alternative zu festen Gebäuden auch in modernem Design mit hochwertigen Böden und Innenwänden. Sanitäre Anlagen und Klimaanlagen gehören vielfach zur Grundausstattung – letztere werden vor allem benötigt, wenn eine niedrige Raumtemperatur erforderlich ist, etwa bei der Unterbringung von Servern oder Rechenanlagen. Anforderungen an Energieeffizienz, Brand- und Schallschutz erfüllen Bürocontainer heutzutage ebenfalls.

Unternehmen können Container sowohl kaufen als auch mieten – je nachdem, für welche Zwecke sie gebraucht werden. „Ausstattungswünsche und der Nutzungszeitraum entscheiden im Wesentlichen, ob Anmietung, Neu- oder Gebrauchtkauf die wirtschaftlichste Wahl ist“, sagen Experten der Internetplattform containerbasis.de. Grundsätzlich gelte: Je länger der Container genutzt wird und je aufwändiger die Ausstattung sein soll, umso eher lohnt sich ein Kauf.

In jedem Fall sollten mehrere Angebote eingeholt und verglichen werden. Bei gebrauchten Containern dürfen eventuell anfallende Kosten für Demontage, Transport und Wiederaufbau am neuen Standort nicht vergessen werden. Außerdem können in diesem Fall Umbauten notwendig sein. Generell raten die Containerexperten, vor der Anschaffung folgende Punkte zu klären:

  • Raumbedarf: Reicht ein einzelner Container aus oder wird eine Anlage aus mehreren Modulen, ggf. auf mehreren Etagen gebraucht?
  • Nutzungsdauer: Soll der Container nur vorübergehend genutzt werden oder soll er langfristig ein konventionelles Gebäude ersetzen?
  • Standort: Normalerweise können Container ohne Fundament aufgestellt werden. Bei langfristig genutzten Modellen kann ein solches dennoch sinnvoll sein. Auf jeden Fall muss der Standort befestigt und eben sein. Anschlüsse an die örtlichen Versorgungsunternehmen sollten rechtzeitig geplant und in die Kostenkalkulation einbezogen werden.
  • Baugenehmigung: Auch auf Betriebs- und Werksgelände ist für die Aufstellung fast immer eine Genehmigung erforderlich. Das Verfahren ist aber einfacher als beispielsweise bei Wohncontainern. Unternehmen sollten sich zur Sicherheit frühzeitig bei der zuständigen Baubehörde nach den geltenden Regelungen erkundigen.