EVO präsentiert Zahlen und Pläne

Bestens versorgt

Die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) verzeichnet für das vergangene Geschäftsjahr ein Plus von gut 23 Prozent und investiert unter anderem in ein Rechenzentrum und einen neuen Windpark.

Zum Bau des EVO-Rechenzentrums sagt der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir: „Das Vorhaben der Energieversorgung Offenbach ist nicht nur eine kluge Investition für das Unternehmen, sondern auch eine gute Nachricht für die Stärkung des Standorts.“ Foto: EVO

„Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in der EVO-Gruppe ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Millionen Euro auf 30,7 Millionen Euro gestiegen. Der Jahresüberschuss der AG ist ebenfalls gestiegen und beläuft sich auf 13,8 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von beinahe einem Viertel (23,2 Prozent)“, berichtete EVO-Vorstandschef Dr. Christoph Meier bei einer Pressekonferenz. Damit seien die Finanzziele deutlich übertroffen worden. „Mit unseren grünen Ideen schreiben wir schwarze Zahlen. Wir sind stark, voller kreativer Ideen, absolut wettbewerbsfähig und packen mutig die Zukunft an“, erklärte er.

Bis zum Ende des Jahres 2022 plant die EVO Investitionen in Höhe von 250 Millionen Euro. Auf dem Werksgelände in Offenbach entsteht in mehreren Bauphasen ein Rechenzentrum, dessen erster Teilabschnitt im Oktober 2020 in Betrieb gehen soll. Im Main-Kinzig-Kreis ist der Bau eines neuen Windparks in Kooperation mit den Kreiswerken Main-Kinzig fortgeschritten. Er soll 14.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Investiert wird auch in die Leistungsfähigkeit des Stromnetzes, denn durch den Bevölkerungszuzug und den Ausbau der E-Mobilität steigt der Strombedarf in der Region. „Wir arbeiten mit hohem Einsatz daran, die notwendige Infrastruktur für das weitere Wachstum bereitzustellen. Ein wichtiger Teil davon ist der Ausbau unseres Hochspannungsnetzes“, stellte EVO-Technikvorstand Günther Weiß in Aussicht.

Was den Kohleausstieg angeht, solle das Kohlekraftwerk am Offenbacher Nordring bis zum Ende der Dekade durch eine ökonomisch und ökologisch sinnvolle Alternative ersetzt werden. Die Modernisierung des Müllheizkraftwerks stehe mit der Installation einer Anlage zur thermochemischen Behandlung von Klärschlämmen vor dem Abschluss. Etwa 80.000 Tonnen Klärschlämme sollen jährlich angenommen, getrocknet und verbrannt werden.

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