Finnische Delegation zu Gast in der IHK

Berufsschulen aus Stadt und Kreis informierten sich zum digitalisierten Unterricht

Vertreter von drei Berufsschulen erfuhren am 24. April 2018 in der IHK Offenbach am Main, wie die Digitalisierung in Finnland im Schulunterricht eingesetzt wird.

Jani Alakaugas (l.), Schulleiter im nordfinnischen Tyrnävä, und Tuomo Pentikäinen (stehend), Geschäftsführer des finnischen Softwareherstellers „Write Technologies“, präsentierten den Vertretern der Theodor-Heuss-Schule, der Käthe-Kollwitz-Schule, beide Offenbach, sowie der Max-Eyth-Schule, Dreieich, und der IHK eine App, die Handschriften entziffern kann. Foto: Linke/IHK

Jani Alakaugas, Schulleiter im nordfinnischen Tyrnävä, und Tuomo Pentikäinen, Geschäftsführer des finnischen Softwareherstellers „Write Technologies“, präsentierten den Vertretern der Theodor-Heuss-Schule, der Käthe-Kollwitz-Schule, beide Offenbach, sowie der Max-Eyth-Schule, Dreieich, unter anderem eine App, die Handschriften entziffern kann. In Alakaugas‘ Schule gibt es praktisch kein Papier mehr. Die Schul-Tablets, die jedem Schüler zur Verfügung gestellt werden, sind mit der schulinternen Cloud vernetzt. Tests und Arbeiten können mit einem speziellen Stift auf dem Tablet per Hand geschrieben und von den Lehrern korrigiert werden.

IHK-Vizepräsident Hans-Joachim Giegerich zeigte sich begeistert, wies aber darauf hin, „dass in Finnland der Ausbau von schnellem Internet wesentlich weiter ist als in Deutschland. Unsere aktuelle IHK-Standortumfrage zeigt, dass hier jedes fünfte Unternehmen mit seiner Internetverbindung unzufrieden ist.“ Zwar werde nun einiges getan, vor allem im Kreis Offenbach, durch die zunehmende Digitalisierung aller Geschäftsbereiche und die steigende Bedeutung von Cloud-Services werde allerdings auch die aktuelle Bandbreite von 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) schon bald nicht mehr ausreichen. Die Anforderungen der Unternehmen stiegen rapide weiter.

„Das Einzige, was künftig hilft, ist der Bau von Glasfaserleitungen bis in die Gebäude. In allen Gewerbegebieten ist der schnelle Ausbau von Glasfaserleitungen unabdingbar. Aber auch in Schulen muss die digitale Infrastruktur für solche Projekte, wie in Finnland, vorhanden sein, und natürlich müssen die Lehrer sich in Sachen Digitalisierung fortbilden können“, sagt Giegerich.