Transformation kommt im Autohandel an

Autohaus MAX hat die Weichen gestellt

Die Autobranche ist mit vielen Veränderungen konfrontiert. Das Autohaus MAX in Offenbach hat sich darauf eingestellt und unter anderem seine Kompetenzen zur E-Mobilität rechtzeitig gestärkt.

In Corona-Zeiten E-Mobilität kennenlernen: Bei einem Probefahrt-Event im Autohaus MAX ließen sich die Interessenten die neuen VW-Modelle zeigen und erklären. Beim Testfahren unterstützte sie das geschulte MAX-Team über Funk.

„Die Autos sind zunächst zwar erklärungsbedürftig. Das heißt aber nicht, dass es kompliziert ist, ein Elektromobil zu fahren. Ganz im Gegenteil. Wenn man erst einmal die Vorteile erkannt hat, heißt es nur noch einsteigen und losfahren. Weniger Lärm, keine Abgase, großer Innenraum, lange Lebensdauer, deutlich wartungsfreier als ein Verbrennungsmotor und dazu noch eine tolle Beschleunigung“, schwärmt Verkaufsleiter Uwe Benning. Zudem gebe es hohe Förderungen vom Bund und vom Hersteller.

Bei einem coronakonformen Probefahrt-Event im August 2020 wurden die interessierten Kunden beim Fahren über Funk unterstützt. Auch in den Ausstellungsräumen informierte sie geschultes Fachpersonal, zeigte weitere E- und Hybrid-Fahrzeuge von VW und Audi und erklärte zum Beispiel das Aufladen. Über den VW-Ladedienst „We Charge“ sollen Kunden ihr E-Auto künftig an mehr als 150.000 öffentlichen Stationen in Europa laden können. Der Hersteller verspricht, den Umstieg auf das Elektroauto so attraktiv wie möglich zu gestalten. Für die nächsten zehn Jahre sind konzernweit fast
75 neue E-Modelle geplant.

Branche im Wandel

„Das Thema Elektromobilität ist ein wesentlicher, aber schlussendlich nur ein Teil der Veränderungen, mit denen die Autobranche in den nächsten Jahren konfrontiert ist. Weitere Schwerpunkte sind die Digitalisierung der Fahrzeuge und das autonome Fahren. Wir stellen uns diesen neuen Themenfeldern mit allen Konsequenzen und investieren sowohl in technische Ausstattung als auch in die Personalentwicklung“, erklärt Benning und berichtet: „Hoch qualifizierte Mitarbeiter – sei es im Verkauf oder im Service – sind die Grundvoraussetzung, um am Markt der Zukunft zu bestehen. Die Komplexität und die Möglichkeiten der neuesten Modellgenerationen müssen den Nutzern erklärt werden. Das ist nur bedingt im bisher üblichen Fahrzeug-Übergabeprozess zu vermitteln. Wir haben Vertriebsmitarbeiter mit hervorragenden Kenntnissen zu E-Mobilität und Ladestrukturen eingestellt beziehungsweise ausgebildet und entwickelt. Hierdurch können wir unsere Kunden fundiert beraten – von der Konfiguration des Fahrzeuges bis zur Installation von Ladevorrichtungen im privaten Bereich. Unser komplettes Verkaufsteam hat Schulungen der von uns vertretenen Marken durchlaufen. Darüber hinaus konnten sich die Mitarbeiter ihren Neigungen entsprechend spezialisieren. Damit werden wir auch höchsten Kundenansprüchen gerecht“, versichert er.

Analog sei der Servicebereich transformiert worden. „Wir gehören als anerkannter Batterie-Stützpunkthändler zu einem begrenzten Kreis von Betrieben unter dem Konzerndach, die zur Arbeit an den Batterien legitimiert sind. Seit 2017 nehmen unsere Hochvolttechniker an entsprechenden Ausbildungsmaßnahmen teil.“ Er prognostiziert, dass immer weniger Wartungsarbeiten anfallen und die Mitarbeiter stattdessen mehr komplexe Probleme im elektronischen Bereich zu lösen haben werden.

Benning verzeichnet einen Nachfrageboom nach „Steckerfahrzeugen“, getrieben durch den politischen Willen und die finanziellen Förderungen. Im VW-Konzern stehe eine wachsende Anzahl von Modellen zur Verfügung. Das Angebot werde zu einer Steigerung des E-Mobilitätsanteils führen. Er sieht viel Potenzial für die Antriebstechnik, sobald die Ladeinfrastruktur stimmt.

„Aktuell ist ein ID.3 mit Förderung günstiger als ein konventionell angetriebenes Mittelklassefahrzeug. Wie lange das Bestand hat, wird sich zeigen. Um die Mobilität zu erhalten, brauchen wir auch in Zukunft noch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Die oft gelobte Wasserstofftechnik könnte besonders für leichte Nutzfahrzeuge, Busse und Lkw eine Alternative sein. Wie es mit diesen Antrieben vorangeht, ist stark abhängig von den Ingenieurkapazitäten und den Budgets der Hersteller“, erklärt er.

www.autohaus-max.de