Ausgezeichnete Wohnorte in der Region Offenbach

Stellen Sie sich vor, der neue asiatische Entwicklungsleiter eines innovativen Mittelständlers sucht eine schöne Bleibe in einem attraktiven Wohnumfeld für sich und seine Familie in der Region Rhein-Main. Hier bietet Offenbach als Kreis, aber auch als Stadt durch seine positive Entwicklung, zum Beispiel im Offenbacher Hafen, und die gute Verkehrsanbindung schon jetzt eine attraktive Alternative.

Natürlich stehen für die Familie dann ein Hortplatz oder eine internationale Schule wie die Strothoff International School in Dreieich oder Erasmus in Offenbach, möglichst mit englischsprachiger Betreuung beziehungsweise Unterricht, ganz oben auf der Wunschliste. Somit sind schon einige Städte und Gemeinden in der Region Offenbach auf die Anforderungen dieser Zielgruppe vorbereitet.

Da wir sehen, dass gute Fachkräfte knapp werden, müssen wir gemeinsam daran arbeiten, die Region zukunftsfähig aufzustellen. Denn nicht nur Wirtschaftsunternehmen, auch Kommunen der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main werden in Zukunft immer stärker um Fach- und Führungskräfte wetteifern.

Mit dem Qualitätszeichen „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“ unterstützen wir als IHK die strategische Entwicklung für eine gelebte Willkommenskultur. Gemeinsam mit den Kommunen analysieren wir die aktuelle Situation und legen Entwicklungsziele fest. Neubürger sollen sich wohlfühlen und in der Region heimisch werden. Langen, Dreieich, Rödermark und Offenbach am Main sind ausgezeichnet. Dreieich und Langen wurden Anfang 2018 reauditiert und dürfen das Qualitätszeichen für weitere fünf Jahre führen.

Ein zentraler Baustein im Wettbewerb der Städte ist ein ausreichendes und attraktives Wohnraumangebot in verschiedenen Preissegmenten. Wer einen spannenden Job gefunden hat, möchte in der Nähe eine ansprechende Wohnung finden.

Der Offenbacher Masterplan hat für die Stadt ein Potenzial von 100 Hektar Wohnbaufläche identifiziert. Die Entwicklung von Bieber-Nord und Bürgel-Ost ist jetzt konkret in der Vorbereitung. Das ist ein Beispiel, wie Kommunen aktiv und strategisch ihren Flächenbestand erfassen, analysieren und dann entscheiden können, wie dieser genutzt werden soll.

Es ist keine Perspektive, aufgrund des Wohnungsmangels in der Metropolregion auf die Gewerbegebiete auszuweichen. Denn für eine prosperierende Region ganz essenziell und unabdingbar ist auch, dass sich die Unternehmen dort wohlfühlen können. Dafür brauchen sie Planungssicherheit und Entwicklungsperspektiven.

Wie wir uns als IHK hierfür einsetzen und wie vielfältig die Orte zum „Wohnen und Wohlfühlen“ in unserer Region Offenbach sind, zeigt die vorliegende Ausgabe der „Offenbacher Wirtschaft“. Ich wünsche Ihnen eine angenehme Lektüre.

Alexander Heberer
Vizepräsident der IHK Offenbach am Main

Alexander Heberer ist Vertretungsberechtigter Geschäftsführer der Wiener Feinbäckerei Heberer GmbH in Mühlheim am Main. Foto: IHK