April bis Dezember 2017: Die wichtigsten Termine für die Versicherungswirtschaft

Alte Verordnungen laufen aus, EZB-Entscheidung über weitere Geldpolitik und nicht zuletzt die Bundestagswahl stehen im Fokus

Vom Versicherungstag in Berlin bis zur Entscheidung der Europäischen Zentralbank über die Verlängerung ihres Anleihekaufprogramms: Bis zum Jahresende stehen noch einige wichtige Termine und Entscheidungen für die Versicherungswirtschaft auf dem Programm. Hier ein Überblick*:

April: Am 1. April läuft die Gruppenfreistellungsverordnung für die Versicherungswirtschaft (GVO) aus. Damit können sich Versicherer bei der Absicherung von Großrisiken nicht mehr so leicht zusammenschließen. Die zum 31. März geltende Ausnahmeregelung wird von der EU-Kommission nicht verlängert.

Mai: Unternehmen, die der EU-Richtlinie „Solvency II“ unterliegen, müssen in diesem Monat einen Bericht zu ihrer Solvenz- und Finanzlage veröffentlichen. Erstmals muss somit nicht nur die Versicherungsaufsicht, sondern auch die Öffentlichkeit über Eigenmittel, die allgemeine Geschäftsentwicklung und weitere Details informiert werden.

August: Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft stellt seine neue Regionalklassenstatistik vor. Sie dokumentiert die Schaden- und Unfallentwicklung in mehr als 400 Zulassungsbezirken. Da die Regionalklasse über die Höhe der Kfz-Versicherung mitentscheidend ist, gibt die Statistik Hinweise für Fahrzeugbesitzer, wie sich die Tarife in den jeweiligen Regionen entwickeln könnten.

September: In Berlin findet am 26. und 27. September der Deutsche Versicherungstag statt. Dabei wird unter anderem ein Nachfolger des GDV-Präsidenten Alexander Erland gewählt, der sein Amt auf eigenen Wunsch niederlegt.

Oktober: Vom 22. bis 26. Oktober findet in Baden-Baden das diesjährige Rückversicherer-Treffen statt. Dabei werden mit Maklern und Erstversicherern die Prämien für den Rückversicherungsschutz ausgehandelt. Deutschland ist der weltweit größte Standort von Rückversicherern.

November: Spätestens in diesem Monat werden Hinweise darauf erwartet, ob die Europäische Zentralbank (EZB) ihr umstrittenes Anleihekaufprogramm einstellt oder über 2017 hinaus verlängert (erwartetes Volumen bis dahin: rund 2,3 Billionen Euro). Die Versicherungswirtschaft hofft auf ein Ende der expansiven EZB-Geldpolitik.

Dezember: Nach der Bundestagswahl am 24. September übernimmt die neue Bundesregierung kurz vor dem Jahreswechsel die Amtsgeschäfte. Themen wie die Sicherung der gesetzlichen Rente und damit verbunden die Frage der privaten Altersvorsorge sind nur einige Themen, die aus Sicht der Versicherungswirtschaft nun möglichst zügig angegangen werden müssen.

*Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft