Der größte Verkehrskreisel Europas ist verschwunden

Am Kaiserlei geht’s rund

Der Umbau am Kaiserlei bedeutet das Ende für den Kreisel und den Start für die weitere Entwicklung des Standortes.

Anfang 2018: Die Arbeiten haben begonnen, aber noch gibt es den Kreisel.

Herbst 2019: Die neue Verkehrsführung wird schrittweise umgesetzt. Fotos: Stadt Offenbach/Georg

Kaiserlei – viele Menschen aus der Region assoziieren den Namen aktuell wohl vor allem mit den Baustellen am ehemaligen Verkehrskreisel. Doch mittlerweile lässt sich das Ergebnis des großflächigen Umbaus erkennen, und das Gebiet wird als hochwertiger Gewerbestandort immer attraktiver. Die mit dem Masterplan Offenbach angestoßene Neuorientierung des Stadtteils nimmt weiter Fahrt auf.

Der Verkehrsknoten wurde vor dem Umbau von rund 66.000 Fahrzeugen pro Tag genutzt. Schon in wenigen Jahren sind 94.000 Fahrzeuge prognostiziert. Doch hierfür war der Kreisverkehr nicht ausgelegt. Um die Kapazitäten für den Kfz-Verkehr zu erhöhen und den Verkehrsfluss zu optimieren, brauchte es ein neues Konzept. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich noch bis Herbst 2021 andauern. Dann ist der mit 250 Metern Durchmesser größte Verkehrskreisel Europas Geschichte und an seiner Stelle werden zwei Kreuzungen den Verkehr zur Autobahn sowie nach Offenbach und Frankfurt abwickeln. Zudem ist das Ziel, die Verbindungen für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern.

Durch den Rückbau werden Flächen in einer Größenordnung von knapp 20.000 Quadratmetern frei. Die Grundstücke in Premiumlage werden aktuell von der Wirtschaftsförderung der Stadt Offenbach vermarktet: „Der Kaiserlei ist unser zentrales Entwicklungsgebiet für die nächsten zehn Jahre“, betont Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke.

Wie gefragt der Standort ist, zeigen die Ansiedlungen der letzten Jahre. So ist Offenbach seit 2013 Sitz der Europa- und Deutschlandzentrale von Hyundai. Seit 2017 unterhält das Unternehmen Maincubes ein Hochleistungsrechenzentrum am Goethering und ebenso lange ist die Firma Evonik am Kaiserlei ansässig. Mehrere Hotels haben aufgrund der verkehrsgünstigen Lage eine Niederlassung eröffnet. Und die Entwicklung geht weiter: Für 2020 ist der Umzug der regionalen Zentrale der Axa-Versicherung in einen eigens errichteten Neubau an der Berliner Straße geplant.

Von Frankfurt aus wird weiter die Idee einer Mehrzweckhalle für bis zu 13.000 Besucher verfolgt. Ob hier bald eine Entscheidung fällt, ist in Corona-Zeiten fraglich.

www.masterplan-offenbach.de

Kontakt:

Laura Becker
Telefon 069 8207-246
becker@offenbach.ihk.de